Servolenkung mit Elektroantrieb

Habt Ihr gute Erfahrungen mit Werkstätten oder Servicebetrieben gemacht? Dann postet es hier.

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Hotzenplotz
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Re: Servolenkung mit Elektroantrieb

Beitrag von Hotzenplotz » So Apr 12, 2020 15:16

Ich habe vor dem Wandler im 24v Kreis und nach dem Wandler im 12 v Kreis sicherungsautomaten verbaut
Grüße aus Wien

Albert
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Jetzt im zivilen 712-er..


exilfranke
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Re: Servolenkung mit Elektroantrieb

Beitrag von exilfranke » So Apr 12, 2020 17:48

Bei der ganzen Sicherungseinbauerei hier:

Stellt Euch bitte die Frage, was ihr wovor mit der Sicherung schützen wollt. Ihr werdet dann auch drauf kommen, welche Kabel wo verwendet werden müssen, und wo diese Sicherungen dann zu sitzen haben... Wenn Ihr dann noch auf Sekundärseite des Wandlers vor Überspannung schützt, dann sollte da

Wer letzteres weglässt und einen "Chinaböller" billig-Wandler benutzen möchte - tut, was Euer Geldbeutel hergibt. Kann halt sein, der brennt durch und bringt 24 nach 12. Wenn dann die teure Lenkung dahin ist...

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Techniker50944
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Re: Servolenkung mit Elektroantrieb

Beitrag von Techniker50944 » Mo Apr 13, 2020 8:32

Blackypinzi hat geschrieben:
So Apr 12, 2020 12:58
ich würde alles nachträglich eingebaute zusätzlich absichern und im Falle des Wandlers auch noch einen seperaten Natoknochen oder sowas einbauen,
denn je nach Bauart können die auch einen guten Ruhestrom ziehen.

Auch schauen ,ob der Wandler Masse übers Gehäuse ziehen kann oder entkoppelt ist.
Ähm, beim ÖBH-Pinzi schaltet AFAIK doch der Hauptschalter die Masseverbindung zwischen Batterie und Karosserie, also braucht es das doch nicht, oder hab ich da einen Denkfehler?
Hotzenplotz hat geschrieben:
So Apr 12, 2020 15:16
Ich habe vor dem Wandler im 24v Kreis und nach dem Wandler im 12 v Kreis sicherungsautomaten verbaut
Wieviel Ampere hast du den 24V Kreis den abgesichert?
exilfranke hat geschrieben:
So Apr 12, 2020 17:48
Bei der ganzen Sicherungseinbauerei hier:

Stellt Euch bitte die Frage, was ihr wovor mit der Sicherung schützen wollt. Ihr werdet dann auch drauf kommen, welche Kabel wo verwendet werden müssen, und wo diese Sicherungen dann zu sitzen haben... Wenn Ihr dann noch auf Sekundärseite des Wandlers vor Überspannung schützt, dann sollte da

Wer letzteres weglässt und einen "Chinaböller" billig-Wandler benutzen möchte - tut, was Euer Geldbeutel hergibt. Kann halt sein, der brennt durch und bringt 24 nach 12. Wenn dann die teure Lenkung dahin ist...
Ich sollte hier vll etwas präzisieren: Ich habe das nicht selbst zusammengestellt, sondern von S-Tec den Servolenkungskit gekauft. Der Elektrikteil ist komplett vorbereitet und verkabelt. Der dort verwendete Wandler ist ein Victron Orion 24/12 - 70, also schon was richtiges.

Nur kann ich mir nicht vorstellen, das die Zuleitung zum Wandler direkt auf die Batterie geklemmt wird.

Darum meine eingangs gestellte Frage: Könnte bitte jemand, der von S-Tec eine Servolenkung verbaut hat, mal nachschauen, ob das Kabel zum Wandler direkt auf die Batterie geht oder mit einer Sicherung, und wenn ja, wieviel Ampere ist diese abgesichert?

Blackypinzi
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Re: Servolenkung mit Elektroantrieb

Beitrag von Blackypinzi » Mo Apr 13, 2020 9:05

Es gibt genügend Wandler ,wo der Masseteil nicht entkoppelt ist und das Gehäuse des Wandlers Masseschluss hat ,dann kannst du den Natoknochen zwar wegschalten,aber über das Spannungswandlergehäuse hast Du das wieder überbrückt.
Wie der Victron ausgelegt ist weiss ich nicht ,Victron hat einen guten Ruf,notfalls an Gummimetallelementen aufhängen.

Kannst du ja testen,alles anschliessen , und gerade weil der ja direkt an der Batterie hängt (mit plus und Minus) wirst Du nach Entfernen des Natoknochens merken ,ob Du noch irgendwas anschalten kannst (jetzt nicht unbedingt mit Anlasser prüfen.

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Re: Servolenkung mit Elektroantrieb

Beitrag von Techniker50944 » Mo Apr 13, 2020 11:19

Blackypinzi hat geschrieben:
Mo Apr 13, 2020 9:05
Es gibt genügend Wandler ,wo der Masseteil nicht entkoppelt ist und das Gehäuse des Wandlers Masseschluss hat ,dann kannst du den Natoknochen zwar wegschalten,aber über das Spannungswandlergehäuse hast Du das wieder überbrückt.
Wie der Victron ausgelegt ist weiss ich nicht ,Victron hat einen guten Ruf,notfalls an Gummimetallelementen aufhängen.

Kannst du ja testen,alles anschliessen , und gerade weil der ja direkt an der Batterie hängt (mit plus und Minus) wirst Du nach Entfernen des Natoknochens merken ,ob Du noch irgendwas anschalten kannst (jetzt nicht unbedingt mit Anlasser prüfen.
Der Wandler hängt ja nicht mit Masse an der Batterie, sondern am Massepunkt, der zwischen Batteriekasten und Spritzblech ist. Somit trennt der Hauptschalter auch diese Masseverbindung. Bei S-Tec hat man sich da schon was dabei gedacht...


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Re: Servolenkung mit Elektroantrieb

Beitrag von exilfranke » Mo Apr 13, 2020 16:02

Der Victron ist laut deren Seite "non-isolated". (galvanic isolation:"no")

Das heißt, Bezugspotential = "Minuspol" ist auf beiden Seiten, Eingang wie Ausgang "Masse". Ob diese "Masse" am Gehäuse des Victron anliegt, vermag ich nicht zu sagen, ohne das Gerät zwischen den Pfoten gehabt zu haben. Ebensowenig kann ich über die Kabelage aus Graz fundiert was sagen.

Unterspannungsabschaltung für Primärseite hat er, d.h. Batterien werden nicht tiefentladen. Überspannungsschutz Sekundärseite konnte ich nicht herausfinden.

Maximaler Ausgangsstrom = 85A, 70A Dauerstrom. 92% Effizienz.

Ich würde so vorgehen:

Versorgung Plus 24V an Batterie, direkt fliegende Schmelzsicherung 40A, dann weiter mit 8 oder 10 mm² bis zum Wandler. Kabel verlegt in Kunststoffrohr. (Scheuerschutz) oder mindestn Bougierschlauch = Schutz gegen mechanische Einflüsse)
Minus mit selbem Querschnitt an Motorblock oder je nach Lage des Wandlers auch an denselben Sternpunkt wie das Masseband Karosse. Hier ohne Schutz, wenns durchscheuert, dann eh elektrisch auf dasselbe Potential. Am Pinzgauer NIEMALS MIT MASSE AM HAUTPSCHALTER VORBEI AN DIE BATTERIE!

Die Versorgung der Lenkung selber dann mit entsprechend hohem Querschnitt Plus-Seitig 35 quadrat !!! und Minus / masse ebenso an den Sternpunkt oder mit hohem Querschnitt an einen guten anderen Massepunkt.

Sekundärseitig Sicherung dann ggf. Auslegen zum Leitungsschutz. D.h. je nach Kennlinie kommt dann was niedrigeres raus, Pi mal Duamen (geraten) 50 A. Lieber klein anfangen. Die Servo wird nicht extrem hohen Dauerstrom ziehen. Spitzen aber will sie haben.

https://elektroinstallation-ratgeber.de ... berechnen/
Annahmen: Kabellänge 3m jeweils, 3% Spannungsabfall, 100% effizienz, Kupferkabel.

https://www.victronenergy.com/upload/do ... ted-EN.pdf

Wie gesagt, dies hier stellt die Meinung eines einzelnen "reingschmeckten Zentralschwaben" dar, die Grazer OEM werden das eventuell anders sehen.


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