710M restoration for beginners

Umbau, Ausbau und Tuning

Moderatoren: Robi, eniac

Benutzeravatar
ak88
Beiträge: 274
Registriert: Mo Aug 24, 2015 13:20
Wohnort: Niederösterreich

Re: 710M restoration for beginners

Beitrag von ak88 » Di Jan 24, 2017 9:01

Hallo Zusammen!

Endlich geht es weiter:
Mit der neu erworbenen Fähigkeit des Bremsleitungsbördelns, konnte ich die 4,75er Leitung zwischen den vorderen RBZs neu machen.
Am Einbauort möglichst genau hingebogen, aber dann RBZs raus und mit der Leitung verbinden.
Bild
Danach das Ganze zusammen eingebaut.
Bild
Es folgen Bremsbacken, Federn und Co:
Bild
Sitzt, passt, wackelt und hat Luft:
Bild
Danch Bremstrommeln drauf. Dazu musste wieder überschüssiger Lack abgefräst werden, sonst passen die Trommeln nicht mehr auf den Radflansch.
Schön langsam werden sie komplett meine 4 kleinen Radtrieblinge:
Bild


Weiter gehts wieder mit Bremsleitungen:
Diesmal 6mm Kunifer mit E-Bördel. Dazu ist ein zusätzlicher Arbeitsschritt notwendig.
Aber auch das ist machbar.
Vorne Rechts schön in der Nut im Gehäuse verlegt...
Bild
Bis rauf zum neuen Bremsschlauch...
Bild
Vorne Links ist die Leitung deutlich kürzer ausgefallen...
Bild

Geht langsam voran, aber zumindest in die richtige Richtung.


Schönen Tag noch!
Gruß Andi
710M CH BJ73

Benutzeravatar
h@nnes
Beiträge: 706
Registriert: So Mai 06, 2012 15:27
Wohnort: Triestingtal

Re: 710M restoration for beginners

Beitrag von h@nnes » Di Jan 24, 2017 12:26

Schöne Arbeit!
Bei mir hat das bei der Restaurierung auch alles so schön Neu ausgesehen. Als alles fertig zusammengebaut war hab ich mich gefreut, und einige Fotos gemacht. Doch noch vor der ersten Ausfahrt habe ich alle Hohlräume mit insgesamt 7 Kg Dinitrol Wachs geflutet, und auch das gesamte Fahrgestell mit einer dicken braunen Wachsschicht überzogen. Die schönen blanken Metalloberflächen werden nämlich unschön korridieren wenn sie ungeschützt bleiben - speziell wenn im Winter Salzwasser draufsprizt. Daher rate ich dir sobald die Baugruppen montiert sind gleich ordentlich Wachs oder spezielles Fett drauf solange die Teile sauber sind und du noch gut alle Stellen erreichst.

Beste Grüße
Hannes

Benutzeravatar
ak88
Beiträge: 274
Registriert: Mo Aug 24, 2015 13:20
Wohnort: Niederösterreich

Re: 710M restoration for beginners

Beitrag von ak88 » Di Jan 24, 2017 16:19

Hallo Hannes,

Danke für die Blumen!
Ich kann mich selbst kaum sattsehen an den aufgearbeiteten Teilen. Steckt auch eine Menge Zeit drinnen, ich führe ein Liste mit Stundenaufzeichnung, da wird einem gleich ganz anders wenn mann nur die Stunden für die Radantriebe zusammenzählt :shock:

Hohlraumschutz steht auf dem Plan (wird aber wohl erst 2018 passieren), Dinitrol, oder Mike-Sanders muss ich mich noch genauer informieren.
Für Unterboden und Co. hätte ich an sowas wie Seilfett gedacht. Aber vorher noch ein ausgiebiges Fotoschooting.
Blanke Metalloberflächen habe ich hoffentlich nirgends. Aluteile sind nach dem Glasperlenstrahlen mit Klarlack lackiert. Stahloberflächen haben 4 Schichten Lack bekommen. Alles andere ist verzinkt, oder gelbchromatiert.
Trotzdem, die beste Rostprävention ist halt immer noch die Vermeidung von Salz. Da man dem Pinzi aber auch Winterausflüge gönnen möchte, ist das oft nicht so einfach. Hier bin ich in der glücklichen Lage, dass ich vom Pinzistellplatz min. 5km bis zu nächsten gesalzenen Straße hätte und im nähren Umkreis nur geräumt und ein bisschen Split gestreut wird. Also Ausflüge in den Tiefschnee steht grundsätzliches nichts im Wege, sofern das Wetter auch in ein paar Jahren mitspielt.
Ist ja bei dir hinterm Haus ähnlich. :wink:
Gruß Andi
710M CH BJ73

Benutzeravatar
ak88
Beiträge: 274
Registriert: Mo Aug 24, 2015 13:20
Wohnort: Niederösterreich

Re: 710M restoration for beginners

Beitrag von ak88 » Di Jan 24, 2017 18:17

...wobei jetzt wo du es sagst. Die Auflageflächen der Radflänsche sind blank. Das war aber glaube ich original auch schon so. Oder? Wie sollte ich die noch behandeln? Fett oder Wachs wird ja in der Bremstrommel eher suboptimal sein.
Gruß Andi
710M CH BJ73

Benutzeravatar
h@nnes
Beiträge: 706
Registriert: So Mai 06, 2012 15:27
Wohnort: Triestingtal

Re: 710M restoration for beginners

Beitrag von h@nnes » Di Jan 24, 2017 19:39

Radflansch und Bremstrommel liegen blank auf blank - das rostet. Wenn ich die Bremstrommeln nach Schlammfahrten zum Bremsen-reinigen abnehme sprühe ich dort kurz mit Brunox drüber. Wische das Brunox aber nach kurzer Einwirkzeit wieder weg damit keine Lackschicht entsteht. Wenn mich jetzt jemand für einen Pinzi-Nerd hält hat er vermutlich nicht unrecht ;-)

Benutzeravatar
Norbert
Beiträge: 1093
Registriert: Mi Jan 31, 2007 6:48
Wohnort: Graz / Österreich

Re: 710M restoration for beginners

Beitrag von Norbert » Mi Jan 25, 2017 8:44

h@nnes hat geschrieben:Wenn mich jetzt jemand für einen Pinzi-Nerd hält hat er vermutlich nicht unrecht
ich würde eher sagen ein Pinzi-Geek :D
Liebe Grüße aus der Heimat
Norbert

Benutzeravatar
ak88
Beiträge: 274
Registriert: Mo Aug 24, 2015 13:20
Wohnort: Niederösterreich

Re: 710M restoration for beginners

Beitrag von ak88 » Mi Jan 25, 2017 22:10

Guten Abend Pinzi-Nerds und -Geeks!

Heute habe ich die Bremsleitungen der hinteren Radantriebe gemacht:
Bild
Auf diesen Foto auch gut erkennbar: Der Verschluss für die offene Seite des Bremsschlauches. Dafür habe ich ein kurzes Stück Bremsleitungen abgeknickt und zugelötet. Das sollte die Feuchtigkeit bis zur Befüllung draußen halten.
Das Biegen hat mich diesmal sehr lange aufgehalten. Die Leitung wollte überhaupt nicht so wie ich.

Gruß

PS: Zum Thema "Geek oder Nerd":
http://de.m.wikihow.com/Den-Unterschied ... s-erkennen
Gruß Andi
710M CH BJ73

Benutzeravatar
Norbert
Beiträge: 1093
Registriert: Mi Jan 31, 2007 6:48
Wohnort: Graz / Österreich

Re: 710M restoration for beginners

Beitrag von Norbert » Do Jan 26, 2017 10:07

ak88 hat geschrieben:Auf diesen Foto auch gut erkennbar: Der Verschluss für die offene Seite des Bremsschlauches. Dafür habe ich ein kurzes Stück Bremsleitungen abgeknickt und zugelötet. Das sollte die Feuchtigkeit bis zur Befüllung draußen halten.
Du bist aufgenommen bei den Pinzi-Geeks :mrgreen:

P.S. Hast wohl nicht vergessen die Leitung vor dem Verschließen zu vakuumieren?
Liebe Grüße aus der Heimat
Norbert

Benutzeravatar
ak88
Beiträge: 274
Registriert: Mo Aug 24, 2015 13:20
Wohnort: Niederösterreich

Re: 710M restoration for beginners

Beitrag von ak88 » Do Jan 26, 2017 19:14

Norbert hat geschrieben: Du bist aufgenommen bei den Pinzi-Geeks :mrgreen:

P.S. Hast wohl nicht vergessen die Leitung vor dem Verschließen zu vakuumieren?
Danke! Nein, leider ist der Vakuum Eimer schon wieder leer. Dafür habe ich diese Tätigkeit, extra in den kältesten Winter seit 30 Jahren gelegt. Somit ist die eingeschlossene Luft sehr trocken. :D

Spaß beiseite, wenn es so ernst wird soll man das System ja für die Lagerung mit Spiritus o.ä. füllen. Soweit bin ich aber auch nicht gegangen.

Da ich den Thread sowieso offen habe, will ich noch mein verspätetes Weihnachtsgeschenk, an mich selbst, mit euch teilen:
Bild
Einen ungebrauchten spezial Wkz Satz!
Da die originale Stofftasche schon etwas abgeranzt ist, und Werkzeuge für die Sammlung gut aufbewahrt werden sollen, wandert das Ganze in eine Ammi Munitionskiste (cal 50).:
Bild
Hier ist es sicher aufgehoben und es ist noch Platz für die selbstgebastelten Spezialwerkzeuge.

Bild
Mit dem passenden Logo macht das gleich ordentlich Eindruck. Die Beschriftung ist nur provisorisch, daher bleibt sie wohl ewig...
Gruß Andi
710M CH BJ73

Benutzeravatar
ak88
Beiträge: 274
Registriert: Mo Aug 24, 2015 13:20
Wohnort: Niederösterreich

Re: 710M restoration for beginners

Beitrag von ak88 » Mi Feb 08, 2017 18:35

Guten Abend Zusammen!

Nebenschauplatz: "Projekt Smart-Sitze im Pinz":

Ich habe zum Jahresbeginn sehr günstige Smart Sitze erstanden. Die passenden Adapter-Konsolen von Tim liegen schon länger bei mir rum.
Sind Teilledersitze in BRAUN-BLAU, Beifahrerseite so gut wie neu, Fahrerseite hat deutliche Gebrauchsspuren (auch ein kleiner Riss) durchs rein- und rausquetschen im Smart.
Ziel: Reparatur des Risses, Austausch Sitzpolster + Bezug von Beifahrer- zu Fahrerseite, Umfärben BLAU auf SCHWARZ, und wenn die Bezüge sowieso runter sind: ordentlich reinigen und Sitzheizung 24V einbauen.

Das ganze fand als Heimarbeit im Keller statt, da ist es schön warm und es geht dafür keine wertvolle Werkstattzeit drauf.

Und wir starten gleich mit einem Vorher-Nachher-Bild:
Bild
Der Unterschied ist gar nicht all zu groß, aus der Entfernung.

Und weiter gehts mit den Details:
Mit Hilfe einer detaillierten Anleitung aus dem Smart Forum, war die Demontage der Polster kein Problem.
Bild
Ein paar der alten Kunststoff Clips sind natürlich gebrochen, aber es gibt genug davon, somit fällt das nicht wirklich auf.

Die Polster wurden vom Bezug befreit:
Bild
Der Sitzpolster war bei mir t.w. verklebt, ging aber leicht ab. Im Rückenteil waren diese Metallringe verbaut, die wurden kurzerhand abgezwickt.

Zu Rissreparatur wurden verschiedene Klebstoffe getestet:
Bild
Testsieger war bei mir ein No-Name Vinyl-Kleber.

Um den geklebten Riss zu kaschieren wird dieser mit "Flüssigleder" zugespachtelt. In meinem Set muss dazu erst die richtige Farbe angemischt werden:
Bild
Nach anfänglichen Schwierigkeiten, habe ich den Farbton schlussendlich, mehr zufällig, halbwegs gut getroffen.

Hier ein paar Schritte der Reparatur:
Bild
Der Riss wurde großflächig mit einem Stück festem Stoff hinterklebt.
Danach das angemischte Flüssigleder aufgespachtelt.
Dann Strukturpapier aufgedrückt und mit Heißluftföhn „ausgehärtet“.
Den umliegenden Bereich habe ich dann auch nochmal behandelt, damit die Übergänge sauberer sind und die stark gebrauchten Stellen überdeckt sind, davon habe ich leider kein Detailbild gemacht.
Wenn man genau hinsieht, sieht man es natürlich schon noch, aber ansonsten eine deutliche, optische Verbesserung.

Es folgte das Umfärben mit Textilfarbe. Vorher gut reinigen (Brause, Waschmittel, Bürste)!  Nach dem trocknen der Farbe mit Temperatur fixieren (Bügeleisen und Heißluftfön)
Bild
Etwaige überschüssige, nicht fixierte, Farbe nochmal rauswaschen, danach getestet -> Farbe hält wo sie hingehört.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen:
Bild

Zu der Sitzheizung:

Carbon-Heizmatten in 24V konnte ich nicht auftreiben (Udo war da glücklicher), daher musste es auch mit den "normalen" 24V Heizmatten gehen:
Bild
Beim Rückenteil ist das kein Problem, hier beheize ich einfach nur den Teil unterm schwarzen Stoff und muss daher nichts ausschneiden.

Für den Sitzpolster musste ich schon etwas tiefer in die Trickkiste greifen:
Bild
Dieser Ausschnitt soll eine faltenfreie Verlegung über die Nut für die Sitznaht ermöglichen.

Ein Bild macht es deutlicher:
Bild

Die Leitungen in der Nut wurden nochmal mit einer Lage Isolierband vor dem Durchscheuern geschützt.

Den Schalter für die Heizung will ich irgendwo am Sitz selbst anbringen, aber das muss ich mir in Einbausituation nochmal genau ansehen.

Der Anschluss würde dann, abgesichert, über die 24V Steckdose hinterm Beifahrersitz erfolgen. Achja, gibt es dazu noch passende Stecker (2 polig, Nato??)?

Bis zum Einbau werden die Sitze verpackt und eingelagert.

-FIN-

Am Hauptschauplatz "Projekt Pinzi" gehts demnächst mit dem Rest des Fahrgestells weiter.

Das steht noch so rum:
Bild
Was soll ich beim Abbau des Zentralrohres beachten?
Laut Rep.-Anleitung gibt’s dafür das Spezialwerkzeug Nr.: 905.3.36.405.2 „Stütze zur Rohrwelle. Zum Ausbau der Hinter-, MitteI oder Vorderachse“.
Dieses soll an Stelle des Anzeigeschalters für die Sperre eingebaut werden.
Geht die Demontage auch ohne, oder beschädige ich dabei die Rohrwelle?

Ich dachte da an sowas wie schmale Holzkeile die ich ins Loch vom Schalter und Nehmerzylinder stecke und damit verhindere, dass die Welle innen aufs Tragrohr kracht und am anderen Ende alles verbiegt.
Selbes Spiel dann nochmal auf der anderen Seite. Oder ist es besser sobald eine Seite ab ist (vorderes Diff, oder VTG) die Rohrwelle aus dem Tragrohr zu ziehen und danach entspannt die andere Seite zu trennen?

Wie haben die Pinzi-Restauratoren hier im Forum das gelöst? Vielleicht mache ich mir auch einfach zu viele Gedanken….

Danke für eure Meinungen!

Grüße aus dem Waldviertel!
Gruß Andi
710M CH BJ73

Benutzeravatar
Hotzenplotz
Beiträge: 1466
Registriert: Sa Jan 14, 2012 8:52
Wohnort: Wien

Re: 710M restoration for beginners

Beitrag von Hotzenplotz » Mi Feb 08, 2017 19:38

Hallo Andi

Die Stütze für die Rohrwelle kann ich Dir gerne borgen.
Ich habe gar nicht über Alternativen nachgedacht, wie ich das Zwischengetriebe getauscht habe...
Das Werkzeug ist hier anstelle des Zylinders für den Vorderradantrieb drin.

Bild
Zuletzt geändert von Hotzenplotz am Mi Feb 08, 2017 19:48, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße aus Wien

Albert
====================
Jetzt im zivilen 712-er..

Benutzeravatar
h@nnes
Beiträge: 706
Registriert: So Mai 06, 2012 15:27
Wohnort: Triestingtal

Re: 710M restoration for beginners

Beitrag von h@nnes » Mi Feb 08, 2017 19:45

In meinem Tragrohr sind Blechteile eingeschweißt die nach abziehen des Diffs, oder Gruppengetriebes die Rohrwelle grob in Position halten - so dass diese nicht runterfallen kann, bzw. die Montage erleichtert wird.
Dieses genannte Spezialwerkzeug kenne ich nicht.

Beste Grüße
Hannes

Benutzeravatar
ak88
Beiträge: 274
Registriert: Mo Aug 24, 2015 13:20
Wohnort: Niederösterreich

Re: 710M restoration for beginners

Beitrag von ak88 » Sa Feb 11, 2017 18:01

Schönen Abend!

Ich war heute etwas ungeduldig und habe ohne jegliches Spezialwerkzeug das Tragrohr ausgebaut.
Als erstes müssen dafür Nehmerzylinder und Schalter für die vordere Sperre weichen.
Das ging ganz problemlos, wenn man davon absieht, dass mir da Öl entgegen kommt.
War ja klar, da habe ich wieder nicht mitgedacht, ich hätte vorher das Diff vom Öl befreie müssen.
Also Öl ablassen war angesagt, mit dem Heizlüfter angewärmt, Einfüllöffnung gelockert, aber die Ablassschraube ist komplett rund, da geht nichts mehr.
Bild
Mit Hammer und Meißel ließ er sich dann doch öffnen. Das hat natürlich Spuren hinterlassen.
Eine Schraube mehr auf der Einkaufsliste...

Das Öl an sich war erstaunlich sauber. Der Magnet im Tricher hat keine Metallspäne gefangen.
Bild
Dürfte Herr Vorbesitzer mal gewechselt haben. Aber keine Ahnung was das für ein Öl war... weg damit...

Danach konnte das Diff gezogen werden:
Bild
Und wie Hannes beschrieben hat, hält auch bei mir ein Blech die Rohrwelle an Ort und Stelle:
Bild

Mein treuer Werkstattgehilfe, der Motorkran, ging mir dabei ohne zu murren zur Hand.
Bild

Nächstes mal gehts hier weiter:
Bild
Gruß Andi
710M CH BJ73

Steyr-Daimler-Puch Crack
Beiträge: 578
Registriert: Mo Sep 05, 2005 16:46

Re: 710M restoration for beginners

Beitrag von Steyr-Daimler-Puch Crack » Sa Feb 11, 2017 20:31

wenn du ein Tragrohr mit Entlüftung 2. Version brauchst ich habe noch welche neu und gebr...
Dateianhänge
20170130_105047.jpg
20170130_105047.jpg (152.39 KiB) 1903 mal betrachtet
20170130_105058.jpg
20170130_105058.jpg (191.43 KiB) 1903 mal betrachtet

Benutzeravatar
ak88
Beiträge: 274
Registriert: Mo Aug 24, 2015 13:20
Wohnort: Niederösterreich

Re: 710M restoration for beginners

Beitrag von ak88 » So Feb 12, 2017 0:15

Danke für das Angebot!
Besteht dieses Entlüftungssystem nicht aus 3 Teilen:
1. Sperrenschalterdeckel mit Schlauchstutzen?
2. Ausfräsung am Zentralrohr ?
3. Bohrung in Halbachse?

Ist beim Zentralrohr Version 2 nur der Entlüftungskanal eingefräst, oder hat das noch andere Features?
Denn wenns nur der Kanal ist, schleif ich den mit dem Druckluftschleifer aus, dann darf das originale Rohr bleiben.
Die Modifikation im Achsantrieb (3.) ist in meiner Vorstellung die Aufwendigere.

UND weil wir gerade davon reden: Bringt die nachgerüstete Entlüfting wirklich was in der Praxis, oder ist das nur Theorie?
Ich hatte nämlich schon mal einen gefühlten Überdruck registriert als ich den Zentrierbolzen des hinteren Radantriebes ausschraubte. Schadet das?
Gruß Andi
710M CH BJ73

Benutzeravatar
Stef@n
Beiträge: 6892
Registriert: Mo Okt 03, 2005 9:09
Wohnort: Friedrichshafen/Bodensee

Re: 710M restoration for beginners

Beitrag von Stef@n » So Feb 12, 2017 15:36

ak88 hat geschrieben:UND weil wir gerade davon reden: Bringt die nachgerüstete Entlüfting wirklich was in der Praxis, oder ist das nur Theorie?
Ich hab mal einen Pinzi mit der Zentralrohrentlüftung nachgerüstet. Ergebnis war, dass er nach langen, schnellen Etappen nirgends mehr Öl rausgedrückt hat, weil sich der Überdruck abbauen konnte. Vorher hat er immer mit ein paar Tröpfchen sein Revier markiert...
Gruß

Stefan

Benutzeravatar
ak88
Beiträge: 274
Registriert: Mo Aug 24, 2015 13:20
Wohnort: Niederösterreich

Re: 710M restoration for beginners

Beitrag von ak88 » Do Feb 16, 2017 23:25

Guten Abend Pinzischrauber!

Folgendes Update von meiner Baustelle:

Gruppengetriebe ausgebaut:
Bild
Etwas Öl im Zwischenstück.
Bild
Zwischenstück ausgebaut. Der Rest hängt schon sicherheitshalber am Kran.
Bild
Bremsflansch und Stehbolzen ab und das hinter Diff auf die Werkbank verfrachtet:
Bild
Lagerhals demontiert. Hier kommt noch ordentlich Öl raus.
Bild

UND jetzt komm ich nicht weiter. Auf der Seite vom Zwischenstück sitzt diese Scheibe:
Bild
Wie bekomme ich die am besten ab? Kann man da irgendwo mit dem Abzieher ansetzen?
Ich nehme an die muss weg da darunter vermutlich auch so eine Senkkopfschraube sitzt, welche in der oberen Gehäusehälfte verschraubt ist.

Ich will nämlich die obere Hälfte abnehmen um das Innenleben zu begutachten. Ziemlich genau so wie im folgendem, geklauten, Bild:
Bild
Öl war zwar sauber, aber etwas zu wenig drin. Im Schubvetrieb kam von hinten manchmal auch ein Dröhnen, deshalb will ich auf Nummer sicher gehen.
Kann ich die Gehäusehälfte abbauen, ohne gleich etwas zu verstellen?
Gruß Andi
710M CH BJ73

Benutzeravatar
ak88
Beiträge: 274
Registriert: Mo Aug 24, 2015 13:20
Wohnort: Niederösterreich

Re: 710M restoration for beginners

Beitrag von ak88 » Mi Feb 22, 2017 22:08

Guten Abend Pinzigemeinde!

Beim Diff habe ich mich nicht wirklich weiter gewagt, dafür habe ich eine neue Absaugung für die Sandstrahlkabine gefrickelt, damit ich für die neue Saison gerüstet bin.
Nächster Schritt wäre, die Scheibe zum Zwischenstück mittels Abzieher abzubauen, aber mal schauen wie das in der Praxis klappt.
Als Zwischenschritt habe ich mal die Ringschraube herausgedreht und hineingespäht:
Bild
Dieser Steg, der da quer unter der Ringschraube verläuft, hat mich etwas überrascht. Wozu ist der gut?
Mit meinem billig China-Endoskop habe ich auch mal einen Blick hinein gewagt:
Tellerrad:
Bild
Ausgleich Ansicht 1:
Bild
Ausgleich Ansicht 2:
Bild
Kann der Experte daran bereits was erkennen? Version I oder II?

Inzwischen habe ich auch das Rep-Handbuch genauer inspiziert und bei der ÖBH Version ist mir aufgefallen, dass die Welle im Zwischenstück eigentlich an den Lagerhals des Diffs geklebt sein hätte müssen.
War bei mir definitiv nicht der Fall. Simultan müsste ich davon ausgehen, dass die Rohrwelle im Tragrohr somit auch verklebt werden müsste, was vielleicht die Notwendigkeit des o.g. Spezialwerkzeuges erklären würde, welches nach genauerer Recherche die Rohrwelle ja gar nicht zentriert, sondern nur im Tragrohr fixiert.
Könnte das evt. bereits eine mögliche Ursache für abnormale Geräusche im Antriebsstrang sein?
Wie ist dazu die Expertenmeinung? Muss das alles verklebt werden?

Danke für euer Feedback!
Gruß Andi
710M CH BJ73

Benutzeravatar
Gueller
Beiträge: 1716
Registriert: Mi Aug 08, 2007 6:41
Wohnort: Aesch / Basel / Schweiz
Kontaktdaten:

Re: 710M restoration for beginners

Beitrag von Gueller » Do Feb 23, 2017 9:09

ak88 hat geschrieben: Dieser Steg, der da quer unter der Ringschraube verläuft, hat mich etwas überrascht. Wozu ist der gut?
Hallo

Das Blech, welches du durch das Loch der Ringschraube siehst ist das sogenannte " Oel-Leitblech " an der oberen Gehäusehälfte. Dies dient dazu, dass aufgwirbelte Oel wie es der Name schon sagt in der Richtung zu weisen, damit auch alles schön oelig ist. Die obere Gehäusehälfte kannst du im Normafall problemlos abbauen ohne was zu verstellen im Diff. Einfach wieder sauber montieren mit den richtigen Dichtmitteln und Drehmomenten. Auch die O--Ringe der Dichtsätze links und rechs am Achsausgang würde ich dann gleich ersetzen, da diese in eine Nut an der oberen und unteren Gehäusehälfte eingreiffen.

Um eine Aussage zum Diff zu machen musst du das Teil wirklich öffnen. Mehr als eine Optische Kontrolle liegt dann praktisch aber auch nicht drinn. Willst du mehr nimmst du das ganze Teil auseinander uns vermisst es frisch. Dann kannst du wirklich was über den Zustand sagen.

Grüsse aus der Schweiz
Michel
Fragen erweitern das Wissen ;)

www.pinzgauer-techshop.ch

Benutzeravatar
ak88
Beiträge: 274
Registriert: Mo Aug 24, 2015 13:20
Wohnort: Niederösterreich

Re: 710M restoration for beginners

Beitrag von ak88 » So Mär 05, 2017 11:34

Schönen Sonntag Zusammen!

Gestern habe ich u.a. am Diff weitergemacht.
Der Zentrierring ging dann doch problemlos ab.
Etwas Dichtungsentferner und das Ding lies sich heraushebeln:
Bild

Nachdem ich die letzten Gehäuseschrauben raus hatte, konnte ich die obere Gehäusehälfte abnehmen:
Bild
Hier sieht man das von Güller beschriebene Ölleitblech.

Rein optisch siehts ganz gut aus:
Bild

In der Detailansicht vom Ausgleich, erkennt man, dass wie zu erwarten EXEC I verbaut ist:
Bild

Hier sieht man das Diff in Aktion:
https://youtu.be/S1-Tv3bwnMo
Ein Wunderwerk der Technik! :-)

Aber was nun?
Die technisch sauberste Lösung wäre nun einen Ausgleich EXEC II zu verbauen. Ein Kompletter übersteigt aber mein Budget. Die Einzelteile zu kaufen und selbst umzurüsten traue ich mir nicht ganz zu.

Plan B-Lösung:
Da die Diffs grundsätzlich gleich sind, stelle ich die Frage ob es Sinn machen würde, vorderes und hinteres Diff auszutauschen? Das vordere müsste doch wesentlich weniger belastet worden sein, oder?

Was sagt ihr dazu?
Gruß Andi
710M CH BJ73

Antworten