Wegen Camperaufbaus: Frage zur Torsionssteifheit

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Challtaq
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Wegen Camperaufbaus: Frage zur Torsionssteifheit

Beitrag von Challtaq » Sa Okt 26, 2019 11:25

Hallo!
Die Frage betrifft die Steifheit der Karosserie, da ich den Campingaufbau plane. So wie ich es bisher verstanden habe, ist der Pinz mit seinem Zentralrohr schon ordentlich steif und das wird mit den K- bzw. MK-Aubauten so weitergeführt (also, die Karosse ist nicht entkoppelt gelagert, sondern fix am Chassis und unterstützt das noch.

Jetzt zum der (un)tollen Idee ;D
Ist es ratsam, die verschweissten Ladebordwände stehen zu lassen (am 712er sind die noch abnehmbar, gell) oder darf ich mich von der Theorie her trauen, die abzuflexen? Gerne lass ich mich aufklären!

Danke und schönen Feiertag,
Chris


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Gregorix
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Re: Wegen Camperaufbaus: Frage zur Torsionssteifheit

Beitrag von Gregorix » Mo Okt 28, 2019 10:48

Die LAdebordwände sollten auch beim 716/718er micht verschweißt, sondern nur geschraubt sein. Das einzige was verschweißt ist, ist die Heckwand, die aber keine Statische Funktion hat (zu mindest ohne Hecktüre und Reserveradhalter)

Ist das bei den Briten anders?
Die Bordwand selber hat keine tragende Funktion.
MK und K sind etwas steifer als die M und T, da das Dach zusätzlich stüzt, aber das ist keine Konstruktive notwendigkeit.
Der Pinzgauer ist in seiner Grundkonzeption als Pritschenfahrzeug staisch stabil.
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Re: Wegen Camperaufbaus: Frage zur Torsionssteifheit

Beitrag von Challtaq » Mo Okt 28, 2019 16:10

Servas Gergorix!
So schaut er aus, der Bursch'
https://ibb.co/gj0XLwX


... und so isser theoretisch demontierbar (via abschrauben):
https://ibb.co/LJsRsc3

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Re: Wegen Camperaufbaus: Frage zur Torsionssteifheit

Beitrag von PinzgauerImPinzgau » Di Okt 29, 2019 7:19

Seitlich bei den Bordwänden sieht es mir eher nach überlackierter Karosseriedichtmasse aus.
Damit die Feuchtigkeit weniger zwischen Bordwand und Plattform kommt und weniger schnell zu rosten/verrotten beginnt.
so ist es bei meinem 710m
Grüße andi

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Gregorix
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Re: Wegen Camperaufbaus: Frage zur Torsionssteifheit

Beitrag von Gregorix » Di Okt 29, 2019 10:25

Hinten sollte ca 5 cm vom Rand weg eine Fuge sein (vielleicht abgedichtet und überlackiert)
Die seitenteile sollten abschraubbar sein, das Heckblech nicht (Da wo das Kennzeichen drauf ist.)
Auf deinem Foto siet man die stelle ganz am Rand nicht mehr sehr deutlich.
Ich glaube trotzdem, dass ist bei den Briten genau so. Wegschneiden ist aber statisch sicher nicht bedenklich.
Gibt ja auch das Auto als Pritsche mit klappbaren wänden..

LG
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Re: Wegen Camperaufbaus: Frage zur Torsionssteifheit

Beitrag von Lorenz » Mi Okt 30, 2019 10:00

Die Karosse von einem 712M verwindet sich auf der ganzen Länge um 2-3cm auf den ganzen 5 Metern wenn man z.B. ein Vorderrad in der Luft hat.
Ich schätze den 716M ähnlich ein, er ist zwar kürzer und an einigen Stellen besser versteift als ein 712M aber beim 4x4 gehen die hinteren Kräfte vom Fahrwerk mehr in die Plattform als beim 6x6 mit seiner anderen Federungsaufhängung bei der sich die Federn am Zentralrohr abstützen und nicht (so sehr - Dämpfer und Endanschläge und Fangbänder sind ja auch an der Karosse) an der Karosse.

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Re: Wegen Camperaufbaus: Frage zur Torsionssteifheit

Beitrag von Gregorix » Do Okt 31, 2019 9:44

Ich glaube die Frage zielte eher darauf ab, ob es das Auto unzulässig schwächt, wenn man die Bordwände entfernt.

2-3 cm sind quasi nix...
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Re: Wegen Camperaufbaus: Frage zur Torsionssteifheit

Beitrag von Norbert » Do Okt 31, 2019 13:24

Jetzt mein Senf:
Also die Ösi 716 / 718 haben geschraubte Bordwände.
Zum 712 kann ich nur sagen, dass ich mit meinem SAN ca. 2 Jahre ohne Shelter und Bordwände gefahren bin (nacktes Plateau).
Das die Bordwände bzw. der Aufbau keine tragende Wirkung haben kann ich so nicht bestätigen.
Die Bordwand würde ich schon als Verstärkung des Plateauprofiles bezeichnen (Höhe und Geometrie des Profiles - Zug- / Druckband).
Mir wurde vom "Primeschrauber" berichtet, dass die Trophyfahrer gerne mit nacktem Plateau gefahren sind (Leistungsgewicht) und dadurch, bei extremen Einsatz, das Plateau an der ich sage jetzt einmal B - Säule nach oben gebogen wurde.
Beim M und K wurde das nicht beobachtet.
Also Chris wenn ich in Dein Profil unter Tätigkeiten schaue sollte das für Dich kein Problem sein die Problematik abzuschätzen.
Liebe Grüße aus der Heimat
Norbert

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Re: Wegen Camperaufbaus: Frage zur Torsionssteifheit

Beitrag von Richard86 » Do Okt 31, 2019 14:59

Beim Ösi 718K (zumindest bei meinem) sind die Bordwände verschweißt.

Lg R
Ich hatte mal Superkräfte bis sie mir der Psychiater wegnahm....

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Re: Wegen Camperaufbaus: Frage zur Torsionssteifheit

Beitrag von Gregorix » Do Okt 31, 2019 17:02

Ich muss da direkt mal bei meinem nachschauen...
das mit dem Aufbiegen bei der B Säule trifft alle Pinzis im extremen Extremeinsatz, da helfen die Bordwände gar nix.
Das hat mit der Einleitung der Fahrwerkskräfte in die Karosserie und die Konstruktion des Vorderwagens zu tun.
Diese Einleitung passiert aber an den inneren Längsträgern, die keine wirklich Kraftschlüssige Verbindung zu den Bordwänden haben.
Das einzige, was etwas hilft, ist das Dach, welches die Kräfte des Vorderwagens nach hinten ableitet, darum hatte ich ja geschrieben, dass die K etwas steifer sind, als die M..
Allerdings ist die Schwächung nicht so, dass der normale Betrieb dadurch eingeschränkt wird.Der Pinzgauer ist prinzipiell als Plattform stabil konstruiert.
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Re: Wegen Camperaufbaus: Frage zur Torsionssteifheit

Beitrag von Challtaq » Mi Nov 06, 2019 12:34

Hoffe, das Foto klärt!
IMG_11112019_084702_(520_x_520_pixel).jpg
IMG_11112019_084702_(520_x_520_pixel).jpg (40.99 KiB) 290 mal betrachtet
Danke für Eure Meinungen
Chris

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Re: Wegen Camperaufbaus: Frage zur Torsionssteifheit

Beitrag von sprosi » Mi Nov 20, 2019 10:15

Ist auch eine Frage der Belastung.
Kann mich noch an einen Erprobungsträger für den Britischen SanPinzi erinnern, der hatte einen massiven nachgerüsteten Querträger am Plateau hinter der Spritzwand.

Challtaq, du kommst ja aus Graz, warum fragst du nicht jene, die damals dabei waren?


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