Karosseriearbeiten

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plipp56
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Re: Karosseriearbeiten

Beitrag von plipp56 » So Jul 16, 2017 19:47

T`schuldigung, sollte eigentlich "3M 08694" werden, wir verwenden das bei Rheinmetall & General Dynamics (ehemals Steyr).
Die Farbe ist ähnlich RAL 1002, aber etwas nuanciert, etwas frischer. Dazu ist er extrem elastisch modifiziert, da das Dach ebenfalls damit
beschichtet wurde, bis jetzt bewährt er sich gut, fast keine Kratzer und ohne Rücksicht auf Verluste schon 2 Superkarpatas hinter sich.
Warum es wichtig ist das Silikon zu entfernen - weil es wie Gummi wirkt, das Strahlkorn prallt ab und dahinter bewegt sich kein Rost von der Stelle.
Es mag blöde klingen, aber nimm ein Vergrösserungsglas und schau ob im Spalt noch was anderes als blankes Metall zu sehen ist, ansonsten weiter
strahlen, Glas hat nicht den gleichen Wirkungsgrad wie Hartgusskies, wir verwenden beides, aber zu 99% den HGK. Kein Witz, aber wir haben Kunden die wollen eine 200fache Vergrösserung der gestrahlten Oberfläche dokumentiert haben um Rost auszuschliesen.

P.s: bis jetzt waren alle meine Fahrzeuge ( Jeeps, Unimog, Magirus, Volvo, Evoque ) weiss, der ist der Erste der aus der Reihe tanzt, aber jeder hat einen Grünen, ich wollte nicht.

lg
Peter

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plipp56
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Re: Karosseriearbeiten

Beitrag von plipp56 » So Jul 16, 2017 19:53

Hallo, hab Pkt. kleben vergessen. Ja Du kannst auch kleben, aber ob jeder Kleber sich eignet weis ich nicht, da hab ich zu wenig Erfahrung, es
müsste auf jeden Fall ein 2K sein und bedenke die extreme Verwindung der Karosserie. Bei Steyr Werner hab ich einen Kleber gesehn der das Eigentlich schaffen sollte, ich mach mich schlau.
lg Peter

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Pinzi-Süd
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Re: Karosseriearbeiten

Beitrag von Pinzi-Süd » So Jul 16, 2017 20:50

Hallo Peter,

wäre super wenn Du das in Erfahrung bringen könntest mit dem Kleber.
Habe am Samstag nur kurz mit meinem Spezl darüber geredet, weil er gerade mit 1K Karosseriekleber einen Schweller mit Rep-Blechen instandsetzte. Er meinte nur das wäre eine Möglichkeit mit 2K Kleber bei der Stelle hinten am Aufbau.
Darum kam ich auf die Idee mit den Schweißpunkten.

Lack kratzunempfindlich klingt gut. So etwas will ich auch haben :D
Ich muß mit meinem Lackierer reden :wink:

Grüße Karsten

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fuerni
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Re: Karosseriearbeiten

Beitrag von fuerni » So Jul 16, 2017 23:21

Hallo Karsten,
Bitte zerlege das Auto und strahle es komplett. Du tust dir da so viel Arbeit an welche auf Dauer keinen Erfolg bringt. Wenn ich die ganzen Stellen sehe wo teilgestrahlt wurde möchte ich nicht wissen wie viel Zeit für spachteln, schleifen draufgeht und im Endeffekt hast du erst recht keine vernünftige Lösung. Das neu einschweißen wird dir sowieso nicht erspart bleiben. Außerdem siehst du erst nach dem Strahlen alle Stellen wo etwas zu richten ist. Des weitern bist du viel schneller beim Lackieren. :)
Bitte versteh mich nicht falsch, aber ich will nicht dass dir die Freude an dem Fahrzeug in zwei drei Jahren aufgrund der leider nicht zum Erfolg geführten Arbeit verlierst. Du hast da so einen Elan und es wäre schade wenn du diesen verlieren würdest. :)
LG Martin

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Pinzi-Süd
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Re: Karosseriearbeiten

Beitrag von Pinzi-Süd » Mo Jul 17, 2017 1:59

Ich mache mir immer so viel Arbeit :wink:
Schau Dir die ersten 7 Seiten an http://forum.off-road-forum.de/land-rov ... odelle-f2/ dann siehst Du was ich mit meinem alles Landy gemacht habe.

Ich bin mehr der Mechaniker wie der Karosseriebauer und ich muß zugeben, daß ich davor etwas Respekt habe.
Hinzu kommt, daß ich überrestaurierte Oldtimer nicht mag. Sprich ich will eigentlich möglichst viel von der Patina (wo sinnvoll) erhalten.
Darum bin ich etwas unentschlossen und suche meinen Weg ....

Grüße Karsten

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Re: Karosseriearbeiten

Beitrag von plipp56 » Mo Jul 17, 2017 20:01

Hallo Karstens, in meinem 1. Beitrag, denn ich allerdings gelöscht habe, weil ich dir nicht zu nahe treten wollte, habe ich genau das vorgeschlagen was Fuerni vorschlägt, Radikalkur! Es wird ohnehin eine Ganzlackierung und wen dein Lackiermeister auch wirklich einer ist, wird er erst lackieren wen die Vorbereitung entspricht und das kann unter Umständen heftige Wortwechsel verursachen. Ich kenn das, ich habe 5 von der Sorte. Ein Lackierer ist nur so gut wie sein Vorbereiter, der der kittet, schleift und nochmals schleift, man soll ja nachher nicht den Eindruck haben vor einem rep. Totalschaden zu stehen, sondern Freude am Ergebnis haben.
Ich habe einen CH 710M mit dem ich immer mal gefahren bin, war ohne größere Mängel - rein in die Halle, zerlegen, sandstrahlen, neu Einschweißen, Blech kanten, Bordwände hinten neu machen, Motor auf 2,7 aufbauen, neu lackieren in CH grün etc, etc. Dann kam das Superkarpata Fieber - muss 3 Achser ins Haus - Dorothem - Typisierung - Zerlegen, strahlen, Scheibenbremsen, Servolenkung, Beadlocks, Innenausbau, integrierter Käfig, 2 Seilwinden, Druckluftsystem, Schalensitze --- 4 Wochen! Als ich in der Hellsklamm aufgetaucht bin damit hat jeder gemeint , zu Schade fürs Gelände, was soll`s, wärs keine Offroader geworden! Aber der Punkt ist der, ich bin mit einem perfekten Pinz ohne je ein Problem zu haben die Karpata gefahren.

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Pinzi-Süd
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Re: Karosseriearbeiten

Beitrag von Pinzi-Süd » Di Jul 18, 2017 2:40

Dann könnte ich eigentlich gleich eine neue Plattform verbauen, wenn ich eine bekomme....
Das Fahrgestell wollte ich eigentlich nicht strahlen... langsam ufert es aus :wink:

Leider habe ich dauerhaft keine Halle zur Verfügung. Ich kann am Wochenende die Werkstatt nutzen, aber dann muß er wieder raus.
Alleine um die Plattform zu strahlen werde ich einen Tag brauchen, wie soll ich da sofort grundieren? Das blanke Metall sollte doch an sich nicht der Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sein.
Das sind so meine Probleme mit der Logistik ...
Hinzu kommt, daß ich als selbständiger IT-ler extrem viel arbeite. Ich habe wenn es gut geht den Samstag oder den Sonntag um am Pinzgauer zu schrauben.

In 4 Wochen, so wie Du, ist das bei den Voraussetzungen leider nicht zu schaffen.

Ich gebe euch recht, man sollte es schon vernünftig machen, damit er nicht mehr rosten kann.

Die eigentliche Lackiervorbereitung (schleifen, spachteln, entfetten, grundieren) macht alles er. Hat er von Anbeginn gesagt, da läßt er keinen ran, sonst wird das nichts.

Grüße Karsten

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Re: Karosseriearbeiten

Beitrag von fuerni » Di Jul 18, 2017 12:50

Es gibt ja so Firmen die mobiles Trockeneisstrahlen anbieten. Vorteil darin, die sind sicher schneller beim Strahlen als du und du musst dich nicht mit dem ganzen Sand abmühen. Dann könntest du gleich eine Schicht EP- Grund auftragen. Ich weiß aber nicht ob die Oberfläche nach dem Trockeneisstrahlen rauh genug ist. Da kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Richtiges Mischverhältnis und los gehts. So könntest du die besagten Stellen dann langsam abarbeiten und wo noch nachgestrahlt werden muss kannst es wie ich sehe ja eh selber machen. Aber das löst leider noch nicht das Problem mit der Zerlegung. :?
LG Martin

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Re: Karosseriearbeiten

Beitrag von h@nnes » Di Jul 18, 2017 17:28

Für das zerlegen des Aufbaues spricht meiner Meinung nach auch das beim strahlen nicht auf heikle Teile geachtet werden muß. Damit meine ich frei liegende Mechanik wie Kardanwelle, Bremsen, diverse Hebel, Lenkung, usw. auch die Elektrik. Das Strahlgut kann trotz abkleben diese Stellen erreichen und dort später zu Reibung und Verschleiß führen. Das Zerlegen ist wirklich kein großes Thema und du wirst dabei dein Fahrzeug noch besser kennenlernen ;-)

Übrigens finde ich die Idee sehr gut den Pinz wieder in den Originalzustand zu bringen. Mir gefällt die Farbe der 1981 Schladming-Ski-Weltcup-Pinzis sehr. War damals bei meiner Restauration auch stark am überlegen diese Farbe zu verwenden.

Bild


Beste Grüße und gutes Gelingen!
Hannes

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Re: Karosseriearbeiten

Beitrag von Pinzi-Süd » Di Jul 18, 2017 20:57

Servus Hannes,

danke für das Bild. Klasse!!! Hab ich sofort abgespeichert.
Meiner hatte das Kennzeichen G37-373

Wie viele waren denn dort im Einsatz?


Grüße Karsten

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Re: Karosseriearbeiten

Beitrag von h@nnes » Mi Jul 19, 2017 18:35

Das Bild stammt aus diesem Buch
Bild
..genaueres weiß ich leider auch nicht

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Re: Karosseriearbeiten

Beitrag von Pinzi-Süd » So Jul 23, 2017 1:09

Vielleicht findet sich noch bei jemandem etwas :wink:

Ich war die Tage bei Crack und habe mir zerlegte oder teilzerlegte Pinzgauer angesehen.
An dieser Stelle nochmals vielen Dank für die ausführlichen Erläuterungen. Es war sehr aufschlußreich und interessant.

Werde weiter berichten. :D

Grüße Karsten

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Re: Karosseriearbeiten

Beitrag von Techniker50944 » So Jul 23, 2017 16:05

Ist doch schön, wenn man auf kleinen Fotos (bei denen es um ganz was anderes geht) sofort erkennt, das der Hintergrund ein Teil eines Pinzgauers ist.

Ich habe noch einen von den Schladming-WM-Pinzis gefunden (der auch gerade saniert wurde)

http://www.ff-metnitz.at/index.php

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Re: Karosseriearbeiten

Beitrag von h@nnes » So Jul 23, 2017 20:00

Techniker50944 hat geschrieben: Ich habe noch einen von den Schladming-WM-Pinzis gefunden (der auch gerade saniert wurde)

http://www.ff-metnitz.at/index.php
Mich würde interessieren was so eine komplette Aufarbeitung bei s-tec in etwa kostet.

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Re: Karosseriearbeiten

Beitrag von Pinzi-Süd » Mo Jul 24, 2017 12:21

Der Link zu der Feuerwehr ist klasse. Den armen haben sie jedoch seitlich aufgeschnitten. Das blieb meinem gottseidank erspart.
Ich schreib die mal an :D

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Re: Karosseriearbeiten

Beitrag von Pinzi-Süd » Mi Aug 09, 2017 1:41

Weiter geht's mit Anbauteilen sandstrahlen und grundieren. Habe Wasserablauflöcher in die Schutzgitter gebohrt, wie von Crack empfohlen.
Beim Entfernen der Feuerwehrelektrik habe ich gleich die Matten im Ansaugtrakt entfernt, was eine sau Arbeit war...
Erfreulich wenig Rost unter dem Zeug.

Grüßle Karsten
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Re: Karosseriearbeiten

Beitrag von MEPH » Mi Aug 09, 2017 8:40

In die Lampenschutzgitter hast Du Löcher gebohrt?
Eigentlich keine blöde Idee...
Was nicht geht wird geschoben.

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Re: Karosseriearbeiten

Beitrag von Pinzi-Süd » Mi Aug 09, 2017 22:51

ja, Crack meinte ich solle sie unten anbohren
ist auch sinnvoll, da beim abbauen mir schon Wasser entgegen lief
oben haben sie Löcher, unten nicht - das versteh einer
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Re: Karosseriearbeiten

Beitrag von Norbert » Do Aug 10, 2017 11:10

Pinzi-Süd hat geschrieben:unten nicht - das versteh einer
Das sind Entlüftungsbohrungen für´s Verzinken.
Das Safterl soll auch innen reinfließen und wenn da ein Luftpolster ist da dann auch kein Zink.

Übrigens, die Bohrungen unten könnten auch kontraproduktiv sein, wenn da die feuchte Gülle drinsteht und von innen das Gewinde vergammelt :?
Bild

Vielleicht währe bessser, wenn die Rohre innen trocken sind, die originalen Bohrungen zu verschließen. :roll:
Liebe Grüße aus der Heimat
Norbert

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Re: Karosseriearbeiten

Beitrag von Pinzi-Süd » Do Aug 10, 2017 11:39

Ich werde die Rohre mit Owatrol und dann Seilfett oder Mike Sanders fluten.
Die Schrauben werden zusätzlich mit Mike Sanders eingesetzt. Wenn das nochmal rosten sollte, dann weiß ich auch nicht mehr.
Verzinkt ist da innen nix mehr, dort kam beim durchblasen Rost und schwarze Brühe heraus.


Grüße Karsten

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