Motor stirbt im Leerlauf ab => wo anfangen???

Rund um Antrieb und Elektrik

Moderatoren: Robi, eniac, xaver133

kawahans
Beiträge: 1440
Registriert: Mo Jan 07, 2008 13:11
Wohnort: Graz
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0

Re: Motor stirbt im Leerlauf ab => wo anfangen???

Beitrag von kawahans » Fr Apr 15, 2016 22:15

Hallo Freisi!

Versuche einfach an jeder (=4) Leerlaufschraube eine Viertelumdrehung herauszdrehen. (Wenn es nicht hilft, kann man die Viertel-Umdrehung wieder hineindrehen - damit ist nichts verhaut.) Wenn der Pinz nämlich mit Choke im Standgas noch gut läuft. ist er meist zu mager eingestellt, dann reicht schon eine andere (leichtere) Benzinqualität und er packt es in der Leerlaufstellung nicht mehr.

Liebe Grüße aus Graz!

kawahans
Pinzgauer !!!! ist wie eine Ehe: man löst Probleme, die man ohne nicht hätte.
Aber man tut´s gerne....


Benutzeravatar
Gregorix
Beiträge: 1165
Registriert: Do Apr 20, 2006 5:32
Wohnort: Wien
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal

Re: Motor stirbt im Leerlauf ab => wo anfangen???

Beitrag von Gregorix » Sa Apr 16, 2016 8:28

Ich würde die Leerlaufgemischschrauben auch checken, besonders bei der Vergaserversion 1 konnen die sich mit der Zeit verstellen.
Um das zu Prüfen alle schrauben ganz reindrehen und dann je nach version 1.5 bis 2 Umdrehungen rausdrehen.
Wenn es mit chocke geht dann sind wahrscheinlich die Schrauben verstellt.
Du kannst auch den Motor mal im Leerlauf laufen lassen und nachdem er abgestorben ist die Kerzen rausschrauben.
Die sollten alle mittelgrau bis braun sein...hellgraue oder weiße Kerzen zeugen von zu magerem gemisch (schraube weiter rausdrehen) schwarze oder nasse Kerzen von zu fettem...(schraube weiter reindrehen).
Hilfreich ist es die Vergaser vorher zu synchronisieren.
Hab ich grad mit Richard bei meinem gemacht...hat viel gebracht. Da waren die Schrauben auch verstellt (alle unterschiedlich) und der Motor insgesamt zu mager. (1,6 % CO)
Gregorix / Old Shatterhand.(c. Lorenz)
Warum nur einen Pinzi, wenn man um´s doppelte Geld auch zwei haben kann...

www.geoserve.co.at
www.teamsaurer.com

freisi1982
Beiträge: 165
Registriert: Di Jun 23, 2015 17:47
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0

Re: Motor stirbt im Leerlauf ab => wo anfangen???

Beitrag von freisi1982 » Sa Apr 16, 2016 10:04

Hai Kawahans & Gregorix,

das Mit den Leelaufgemischschrauben hab ich auch schon versucht (laut Wartungsanleitung ÖBH). Rein, raus,.... .
Habe Vergaserversion 2.

Unter anderem hätte ich gerne ein Standgas ohne Joker, weil ich eben die Vergaser syncronisieren will, aber ohne Standgas ist das schwierig.

Kann man, außer die Leerlaufgemischschrauben und die Position/Öffnung der Drosselklappen (bei Leerlauf) noch etwas bei den Vergasern verstellen, was den Leerlauf irgendwie beeinflussen könnte?

LG
Freisi

Der_Timm
Beiträge: 1752
Registriert: Mo Jul 31, 2006 17:07
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 1 Mal

Re: Motor stirbt im Leerlauf ab => wo anfangen???

Beitrag von Der_Timm » Sa Apr 16, 2016 11:11

maxi82 hat geschrieben:Hallo Forum!

Habe seit neuestem folgendes Problem:

Mein 710er 1972 stirbt im Leerlauf ab, egal ob kalt oder warm. Mit Choke läuft er, mit etwas Gas auch ganz normal.
Meine Vermutung: Leerlaufdose verstopft oder ähnliches...

Ich persönlich hab den Vergaser noch nicht angerührt geschweige denn zerlegt, da fehlt mir etwas das Know-How (aber irgendwann wird's halt nichts nützen, dann muss ich da ran :lol: )...
Gibt es was, das ich sonst noch probieren kann, bevor ich mich auf diese "Black-Box" stürze?

Bin für alle Tipps und Ideen dankbar!

Grüße aus Tirol

Hi

hatten wir auch, lag am Benzin! Tank neu befühlt und dann lief er normal.
ansonsten könnten das die Abschaltventile sein, (Hatten wir ach schon mal waren mit Loctide verklebt)

lg tim

Steyr-Daimler-Puch Crack
Beiträge: 703
Registriert: Mo Sep 05, 2005 16:46
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 12 Mal

Re: Motor stirbt im Leerlauf ab => wo anfangen???

Beitrag von Steyr-Daimler-Puch Crack » Sa Apr 16, 2016 15:42

Hallo,
Du solltest auch schreiben in welchem Betriebszustand das Problem auftritt, ob das Problem bei warmen und/oder kalten Motor besteht.

Zu 95% hast Du eine Undichtigkeit am Unterdruchschlauchsystem unterhalb der Vergaser > d.h. poröse Schlauchware :!:

Um systematisch den Fehler einzukreisen, zuerst einen UnterdruckSchlauch an linker Motorseite abschrauben und am Schlauchende durch plattdrücken prüfen, ob der Schlauchinnenteil( Gummi) porös ist (vorsichtig, da einige Schläuche eine Metalleinlage haben und diese beim Drücken mit den Fingern zu Verletzungen führen kann :!: ) wenn ja kpls Schlauchsystem tauschen,
wenn Nein> äussere Schlauchleitungsenden aller 12mm UD Schläuche auf festen Sitz prüfen ( d.h. am ganze UD Schlauchsystem Schlauchschellen nachziehen) , Zwischenstück am Saugrohr und Rohrabzweig an linker Motorseite nachziehen ( löst sich öfters) , UD Schlauch zum HBZ verfolgen, durch schadhafte poröse Gummitülle reibt der Schlauch an der Fusswanne ( links unten) durch, ebenfalls sind Schnittstellen am Alu-Bodenblech nahe Lenkgetriebe durch fehlende Befestigung, sowie an Rohrschellen Motorraum( Luftleitblech, Leitrad und Radhaus innenteil) keine Seltenheit und fester Sitz auf UD Dose( hinter HBZ, mit langem Schraubendreher gut erreichbar) zu prüfen, bei älteren Rückschlagventilen (schwarz/weises rundes Schlauchinlet, an linke Motorseite nähe Leitrad) wird das Kunststoff ebenfalls porös, reist ein und zieht Nebenluft. Der Unterdruckschlauch/Abgang mit 3mm kann zu Prüfzwecken verschlossen werden, sofern vorhanden, Ausführungs abhängig.

Das wäre das einfache :lol: , wenn deine Vergaseranlage aber nicht auf
- verstellen der 4 einzelnen Bypass-sytemen, sprich Stellschrauben im DKL Teil reagiert;
- in keinem Drehzahlbereich eine stabile Nenndrehzahl hält, sich einregulieren lässt;
- allgemein unrund läuft;
- schlecht am Gas hängt, mal Gas annimmt dann wieder nicht;
- sich verschluckt und darauf fehlzündet, solltest du die Vergaseranlage und die oberen Luftleitbleche abbauen und den Verbindungsschlauch zwischen beiden Saugrohren auf festen Sitz/Porösität prüfen bzw gleich erneuern- so grob wie du beschreibst, denke ich das hier Dein Fehler sein wird. :wink:

Die restlichen 5% sind:

1 % Saugrohrfehler
1 % Abgangsstutzen und Dichtelemente
1 % DKL Seitenluft ( sind aber andere Symthomatiken!)
1 % lose DKL Teil auf Schwimmerkammer
1 % Ungenaue-Beschreibung

P.S.

Wenn die obere Luftführung abgebaut ist, bietet sich es an, diverse Nachrüstungen (z.b. Saugrohrisolation, geänderte Lima-Ladeleitung..), Dichtheitsprüfungen, Lima check, Wartungsarbeiten wie Kühlrippenreinigung, Rissprüfung der Luftleitbleche, Leitradabdichtung etc durch zuführen, genauso wie Vergaseranlage kpl zu insten :wink:

Sollte jeder so machen, wie jeder seinen Pinzi liebt...


Benutzeravatar
plipp56
Beiträge: 71
Registriert: Sa Dez 05, 2015 10:59
Wohnort: 3340 Waidhofen
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Motor stirbt im Leerlauf ab => wo anfangen???

Beitrag von plipp56 » Sa Apr 16, 2016 19:21

Hallo, unterhalb der beiden Vergaser, verdeckt vom schwarzen Luftleitblech befindet sich ebenfalls ein Vaccumschlauch,
der aller Wahrscheinlichkeit nach der Verursacher deiner Probleme ist. Ich hatte das schon 2mal bei meinen Pinzlingen.

freisi1982
Beiträge: 165
Registriert: Di Jun 23, 2015 17:47
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0

Re: Motor stirbt im Leerlauf ab => wo anfangen???

Beitrag von freisi1982 » Sa Apr 16, 2016 20:20

Hallo Pinzikollegen,

das Problem ist behoben! Halleluja!

Ich hab alle Schrauben der Vergaser (Leerlaufgemischschrauben, Drosselklappenschrauben) nochmal auf "Null" gesetzt und nochmal ganz von vorne angefangen und bin dann (nochmal) nach Anleitung des Wartungsbuch vom ÖBH vorgegangen, Schritt für Schritt und siehe da, er springt wieder an, ohne Joker und hält sogar das Standgas.

Ich gehe davon aus, dass die Leerlaufgemischschrauben und/oder die Drosselklappen zu weit offen waren für ein Standgas (oder eine Kombination von beidem).

Danach war mit dem Standgas das synchronisieren nur mehr eine "Formsache" und der Pinzi läuft nun einwandfrei (Standgas vorhanden, kein ruckeln oder "giftiges" Gas annehmen, etc).

Es gibt echt nichts über eine gut eingestellte Zündung und eingestellten und synchronisierten Vergasern! :smoke: :D

LG und DANKE!
Freisi


Antworten