Unbekanntes Werkzeug

Technik des Haflingers

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Spueli
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Unbekanntes Werkzeug

Beitrag von Spueli » Do Jul 21, 2016 20:34

Hallo zusammen
Habe heute meinem kleinen einen Parkdienst gegönnt.
Öl nachschauen (seit April knapp 2000km "genossen" Ölverbrauch ca. 3,5 Liter, ist das im Rahmen? :roll: > ca. 70% Strasse 30% Offroad)
Zündkerzen gereinigt (kleine schwarze Ablagerungen am linken Zylinder)
Dabei ist mir im Bordwerkzeug (CH Serie II Jg. 68) dieses Werkzeug ins Auge gesprungen:
Bild
(Sorry beim Hochladen wird das Bild gedreht :oops: )
Was hat es damit auf sich? Erster Gedanke: Werkzeug zum Blechdosen (Motorenöl) anstechen und Ausguss :?:

Danke für eure Hilfe

Lg aus der Schweiz

Norbert Palme
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Re: Unbekanntes Werkzeug

Beitrag von Norbert Palme » Do Jul 21, 2016 22:38

Das mit dem Ölausgießer könnte passen, ich glaub ich habs mal im Schweizer Lehrfilm gesehen. Muß Ihn nochmal ankucken.
Gruß Norbert
Am schnellsten geht das, was am längsten dauert.

heinkeljb
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Re: Unbekanntes Werkzeug

Beitrag von heinkeljb » Fr Jul 22, 2016 7:31

I think that is a spout used to pierce "oil cans" (these were common in the 1950's to 1960's at petrol stations. Oil can was ~1 litre and you hammered that tool through the metal top to make an opening and spout combined.

John
Haflinger 703AP called Lurch

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Atacama
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Re: Unbekanntes Werkzeug

Beitrag von Atacama » Fr Jul 22, 2016 12:05

Hallo
Bei der Schweizer Armee hat man das Oel in Blechbüchsen zu einem Liter gehabt, egal welche Sorte. Da musste man oben im Deckel mit Hilfe von diesem Werkzeug und dem Hammer ein kleines Loch machen, als Luftloch und gegenüber im Deckel dieses Werkzeug voll in die Dose stechen und so konnte man im Feld das Öl auffüllen. Ich hasste diese Art, den beim Ölwechsel von einem Henschel oder anderen Lastwagen war das immer eine sauerei. Weiteres Problem beim Haflinger wenn vielleicht nur 2 dezi gebraucht wurde so musste Mann schauen wo kann ich den Rest der Dose leeren. Deshalb sind bei kleinen Motoren die Ölstände immer zu hoch gewesen weil das Öl verteilt wurde.
Gruss Ronald

Goldsteuerrad
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Re: Unbekanntes Werkzeug

Beitrag von Goldsteuerrad » Fr Jul 22, 2016 15:59

Ich muss meinem Vorschreiber beipflichten. War nicht immer einfach das Oel aufzufüllen. Wir haben aber kein Luftloch gemacht, dadurch floss das Oel etwas langsamer und konnte meistens gut dosiert werden (je nach Lage des Oeldeckels). Bei den alten (Jeeps / WC / CC / Mowag) war das Einfüllloch durch die geöffnete Motorhaube sehr gut zugänglich. Auch hatten wir eher grossvolumige Motoren, mit entsprechendem Oelinhalt. Oel wurde auch erst nachgefüllt wenn auf Grund des Messstabes ein Liter "verbraucht" war.

Ich glaube mich zu erinnern, dass zu jener Zeit die meisten Motorenoele in Dosen abgefüllt waren. Dieses hat dann in der Regel ein freundllicher Tankwart (das gab es so bis in die 70er Jahre) beim Tanken bei Bedarf aufgefüllt. Irgendwo im Netz geistert noch so ein Verhaltenskodex für Tankwarte herum. Wenn ich diesen finde poste ich noch den Link.

In meinem Sinne
Allzeit schrott- und knitterfreie Fahrt
Frank

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Spueli
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Re: Unbekanntes Werkzeug

Beitrag von Spueli » Fr Jul 22, 2016 22:02

Super, danke für die Bestätigung. bei meinem Ölverbrauch, währe die Literdose ja schnell weg. Wie sieht euer Ölverbrauch aus?

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