Motor „atmet“ durch den Öl Einfülldeckel

Technik des Haflingers

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eniac
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Motor „atmet“ durch den Öl Einfülldeckel

Beitrag von eniac »

Mein 2ter Hafi Motor atmet durch den Deckel von Ölstutzen. Der Stutzen ist einer mit 3 Öffnungen. Siehe Bild.
6640C56B-5B80-4F1C-B785-843636687D57.jpeg
6640C56B-5B80-4F1C-B785-843636687D57.jpeg (39.27 KiB) 3458 mal betrachtet
Dreht der Motor, drückt er beim zurücklaufen der Kolben die Luft aus dem oberen roten Deckel in den Luftfilter.
Laufen die Kolben zurück, verhindern die Flatterventile ein Ansaugen von Luft, und der Motor zieht sich diese dann durch die Gummidichtung vom Öleinfülldeckel.

Kann mir nicht vorstellen das das so gewollt ist. Ist da eventuell ein Flatterventil zu viel?
Muss der obere Deckel ohne Innenleben eingebaut werden ?
Grüße

derStefan
Kolja
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Re: Motor „atmet“ durch den Öl Einfülldeckel

Beitrag von Kolja »

Hallo Stefan,
beide Deckel sollten das Flatterventil haben. Schau mal ob die richtig verbaut sind - hatte mal einen Motor mit falsch eingebautem Ventil, der brauchte Öl ohne Ende. Kontrollier auch mal die Dichtung vom Öleinfülldeckel, meine sehen anders aus, sind aus Kunststoff zum aufschrauben und haben eine Gummidichtung. Öleinfülldeckel sollte auch dicht sein.

Viele Grüße
Kolja
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eniac
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Re: Motor „atmet“ durch den Öl Einfülldeckel

Beitrag von eniac »

Hallo Kolja
Ich bin mir garnicht sicher ob das rote Ding überhaupt da hin gehört.
Beim Robert P. auf der Seite sieht das für den Pucherl ganz anders aus.
Aber die Flussrichtung der Luft Ist ja eigentlich in den Luftfilter und das funktioniert. Das Schwarze arbeitet
Doch auf das gleiche Volumen und daher ist mir der Fehler
Nicht wirklich eingängig.
Grüße

derStefan
Kolja
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Re: Motor „atmet“ durch den Öl Einfülldeckel

Beitrag von Kolja »

Hallo Stefan,
das sollte so passen, der rote Deckel (oben) ist die Kurbelwellenentlüftung - der Druck geht über das eingebaute Flatterventil in den kleinen Schlauch, der wiederrum an dem Luftfilter angeschlossen wird. Der schwarze Deckel ist eigentlich nur ein "Ölabscheider" der Öl wieder in das System zurück bringt. Bei den frühen Systemen - mit nur einem Deckel - wird der Druck aus dem Kurbelgehäuse einfach durch einen Schlauch nach "unten" durch die Motorverkleidung ins "Freie" gedrückt. Ich schau mal ob ich ein paar Bilder finde. Hat Dein Öleinfüllstutzen (wo der verchromte Puch Deckel drauf sitzt) Schraubgewinde?
Grüße
Kolja
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Re: Motor „atmet“ durch den Öl Einfülldeckel

Beitrag von Kolja »

So hier die passende Zeichnung aus dem ETK.
Grüße
Kolja
Geschlossenes System.JPG
Geschlossenes System.JPG (98.41 KiB) 3294 mal betrachtet
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eniac
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Re: Motor „atmet“ durch den Öl Einfülldeckel

Beitrag von eniac »

Danke für's Bild. Das hatte ich beim Robert P. auf der Page auch schon gefunden, werde aber nicht recht schlau draus.
Die Ventile sitzen so wie man es auf den Bildern erkenne kann richtig. Der Rote läßt den Überdruck in den Luftfilter ab,
der Schwarze läßt den Ölfluss in den Schlauch nach unten zu. Der Einfülldeckel hat kein Gewinde, nur zwei Blechnasen
zur Arretierung.
Die Kurbelwellenentlüftung läßt ja Luft in den Luftfilter ab .. Das kann man hören. Nur was passiert im Umkehrschluss,
wenn die Kolben wieder auseinanderlaufen und im Gehäuse dadurch ein Unterdruck entsteht ? Zieht der Motor dann wieder
Luft und wenn ja woher ?
Grüße

derStefan
Kolja
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Re: Motor „atmet“ durch den Öl Einfülldeckel

Beitrag von Kolja »

Hallo Stefan,
die KW-Entlüftung sorgt eigentlich nur dafür, dass die durch die Verbrennung erzeugten Gase, die teilweise an den Kolben entlang ins Gehäuse gedrückt wurden und so einen gewissen Druck im Gehäuse aufbauen, ins "Freie" abgeführt werden. Nur diese Gase erzeugen einen Überdruck, ansonsten gibt es nur eine pulsierende aber stabile Druckumgebung - so mein Wissensstand. Luft sollte das Gehäuse keine ziehen. Hat der Einfülldeckel eine Dichtung? Ich kenne nur die Einfüllstutzen wie auf dem Bild mit Gewinde für den Einfülldeckel und einer dicken Gummidichtung zwischen Deckel und Stützen.
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Re: Motor „atmet“ durch den Öl Einfülldeckel

Beitrag von exilfranke »

beim 4 zylinder pinzgauermotor ist das volumen konstant, weil immer 2 kolben korrespondierend raus und rein fahren. beim 2 zylinder boxer hafi stimmt das so nicht, insofern muss das berücksichtigt werden.

wenn man mich fragt, ich würde bevorzugt gereinigte luft ansaugen wollen, also ist einsaugen am öleinfülldeckel nicht so der renner. but thats just me...

insofern müsste das flatterventil andersrum? luft vor dem vergaser aus dem trakt ansaugen?
heinkeljb
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Re: Motor „atmet“ durch den Öl Einfülldeckel

Beitrag von heinkeljb »

The design to blow overpressure slightly oily air from the crankcase through the flapper valve and into the the air intake of the carburetor is part of the anti pollution system instituted by most engine emanufacturers. Even modern cars have this system, but they also have catalytic converters to further clean up the emmisions.

A Haflinger engine has one piston going in one direction and the other going in teh same direction, so the air in the crank case is just being "shoved" from one cylinder barrell to the other. The problem with over pressue comes from the hot gasses expanding in the cyclinder heads and some of it managing to get past the piston rings, this increases the pressure of the air in the crankcase and to stop it from breaking somethign or escaping out of any possible holes, the manufacture made an easy route for it to take up the oil filler tube, through the flapper valve and the air being sucked in by the carburetor also helps draw this oily misted air out of the crankcase and into the cylinder heads where it is burnt.

If you feel badly about burning this oily mixture, then you can re-route the small pipe that come out from the flapper valve into a oil "catchcan". This is just a container into which you direct the oily mixture and you allow it to cool and the oil condenses out of it in to a puddle at he bottom of the can. The can needs to be vented to the atmosphere, but you need to fit a filter on the outlet as it is illegal to directly vent your engine to the atmosphere in most counrtiers around the world.

John
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Stef@n
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Re: Motor „atmet“ durch den Öl Einfülldeckel

Beitrag von Stef@n »

heinkeljb hat geschrieben: So Jul 17, 2022 19:46 A Haflinger engine has one piston going in one direction and the other going in teh same direction, so the air in the crank case is just being "shoved" from one cylinder barrell to the other.
If I look at several pics of Hafi crankshafts: No, it's not as you tell us. Both pistons move to the heads and both move back at the same time, not both are moving to the left or to the right...
Greets

Stefan
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eniac
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Re: Motor „atmet“ durch den Öl Einfülldeckel

Beitrag von eniac »

Stef@n hat geschrieben: So Jul 17, 2022 20:15
If I look at several pics of Hafi crankshafts: No, it's not as you tell us. Both pistons move to the heads and both move back at the same time, not both are moving to the left or to the right...
Greets

Stefan
That's what I know aboutg the Hafi Engine. So if the Pistons move, they pushed Air out the Chrankshaft Housing, but with the "Flatter" Valves
I don't know where the Air is comming back ..
Grüße

derStefan
heinkeljb
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Re: Motor „atmet“ durch den Öl Einfülldeckel

Beitrag von heinkeljb »

Hi Stefan,

I found this:-
service buliten show oil mist path.jpg
service buliten show oil mist path.jpg (11.51 KiB) 2503 mal betrachtet
It shows the path of the oil mist up to the top one way valve and into the carb. It also show oil mist going to the lower oneway valve and tuning back in to oil which then joins the oil returning from the rocker box cover.
There is NO specific mention of how air gets back into the crankcase, but I assume air would be drawn in via ANY hole it can find to get to the crank case. So will come in through the oil filler cap, some will come from the combustion chambers past the rings.

John
Haflinger 703AP called Lurch
heinkeljb
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Re: Motor „atmet“ durch den Öl Einfülldeckel

Beitrag von heinkeljb »

Stefan,

A better copy is on it's way to me and I send you a better copy of it when I receive it.

John
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eniac (Do Aug 04, 2022 10:55)
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