Wiederstand in der Hinterachse

Technik des Haflingers

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eniac
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Wiederstand in der Hinterachse

Beitrag von eniac »

Bräuchte nochmal einen richtungsweisenden Schubs

Fakten :
"Neu" gemachtes 5 Gang Getriebe
Das Getriebe wurde überholt, nur die Teile rund um das Diff wurden, nachdem es eingestellt wurde, von mir zusammen/ein - gebaut.
Zusaätzlich wurden neue 64km/h Radübersetzungen von einem bekannten Händler aus A eingebaut.

Problem :
Wenn ich nun einen Gang einlege, ein Radflansch festhalte und die Eingangsgetriebewelle drehe, steigt der Wiederstand an einer
Stelle stark an.
Ich habe nun ein Rad angeschraubt und das Rad mit einem Streifen Klebeband markiert.
Wenn ich nun das Prozedere wiederhole (Gang rein, ein Flansch festhalten und Getriebe Eingangsseitig drehen) habe ich, egal welcher
Gang eingelegt ist zwischen 0600 und 0900 den erhöten Wiederstand.

Ursache :
Ich würde jetzt sagen das liegt an den Zahnrädern / Lager im Portal, da das große Zahnrad ja eigentlich das einizige Teil ist, das immer
an der gleiche Stelle einen Wiederstand aufzeigen kann!? Wenn es etwas anderes wäre, müsste der Punkt mit dem Wiederstand ja wandern ??

Seh ich das richtig ?

##### Edit sagt :

Löse ich den Spanndeckel vom Radlager ist das Haken weg ….oder ist es dann nur nicht mehr zu spüren ????
Grüße

derStefan
Steyr-Daimler-Puch Crack
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Re: Wiederstand in der Hinterachse

Beitrag von Steyr-Daimler-Puch Crack »

entweder Antriebswelle verzogen und/oder die Nachbau Radsätze sind Ausschuß - erfahrungsgemäss meine ich letzteres....bevor´st es zerlegst mess nochmal wie gehabt, mit Halbachse in neutraler Federungsstellung ( also nicht im unteren Anschlag aufliegen lassen, Feder vorspannen):wink:

Wenn unverädert, kannst Du dannach probeweise das kleine Zahnrad auf der oberen Welle um paar Verzahnungen verdrehen( vor Demontage markieren) , dann muss der Fehler von gehabt sechs auf neu Uhr irgendwo andershin wandern, wenn nicht >Antriebswelle verzogen...vor abziehen der Bremsankerplatte Stellung des Abtriebflansches (Radnabe) zu einander markieren.

für alles andere benötigst Du feines Messwerkzeug, Tuschierpaste etc Zahnräder kann ich nacharbeiten, Antriebwellen richten...
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eniac (Do Nov 18, 2021 7:45)
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eniac
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Re: Wiederstand in der Hinterachse

Beitrag von eniac »

Hallo Wolfgang,
Danke für den Hinweis. Ich werde das die Tage mal testen.
Achse ist Gott sei Dank ausgebaut im Status der Restauration. Der Hafi fahrbereit.
CDC72434-1B62-48FF-991C-6653781D974E.png
CDC72434-1B62-48FF-991C-6653781D974E.png (113.89 KiB) 363 mal betrachtet
Sind die Zahnräder so schlecht ? Ich hab die zwar „nur“ gegen 2 Sätze 52km/h Übersetzungen getauscht, aber dennoch wäre es sehr ärgerlich die gegen Kernschrott getauscht zu haben.
Grüße

derStefan
Mojohand
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Re: Wiederstand in der Hinterachse

Beitrag von Mojohand »

Hallo Stefan,
kann es auch sein dass die Vorspannung am Radlager zu groß ist. Du sagtest ja, dass der Widerstand weg ist, wenn Du die Druckplatte lockerst.
Wobei eigentlich bei zu großer Vorspannung der Widerstand am ganzen Umfang gleich sein müsste, aber vielleicht sind die Planflächen des Zahnrades nicht exakt rechtwinklig zur Radachse.
Mann müsste die Radnabe mit montiertem Zahrad mal über die Spitzen einer Drehbank spannen ( ich meine es gibt Zenrierbohtungen) und die Planflächen mit einer Messuhr prüfen.
Grüße Bernd
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eniac
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Re: Wiederstand in der Hinterachse

Beitrag von eniac »

@ Wolfgang
Krumme Antriebswelle müsste ich doch auch im eingebauten Zustand messen können, oder ? Messuhr mit Magnet auf Achse befestigen und auf dem Laufring des Aussenlagers messen ?

@ Bernd
Ich hab schon einen dünneren Druckring genommen, mit gleichem Ergebnis. Nur wenn der Deckel ganz lose ist, hört der Spuck auf.
Muss nur erst schauen das ich Zeit auf der Drehbank bekomme inkl Fachpersonal :-) Noch liegt das Ding ja auf der Werkbank.

Bin aktuell daran eine komplette alternativen Radnabe auf einer anderen Trägerplatte aufzubauen. Wenn das fehlschlägt muss es ja am Zahnrad liegen.
Wobei das auch nicht wirklich einfach ist, wenn die Grabbelkiste nur "Schrott" aus Berliner Kommunal Hafis beinhaltet ..

1.JPG
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Grüße

derStefan
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Re: Wiederstand in der Hinterachse

Beitrag von eniac »

Könnte das des Rätsels Lösung sein, so wie Wolfgang es vermutet ?

userpix/IMG_6126.MOV

Sind die 0,9mm Ok ,oder doch viel zu viel ?
Grüße

derStefan
Steyr-Daimler-Puch Crack
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Re: Wiederstand in der Hinterachse

Beitrag von Steyr-Daimler-Puch Crack »

Hallo Stefan,

a, das sind 0.09mm :wink: und ist zu viel

b, der unrunde Lauf wird stärker sichtbar je grösser der Durchmesser an der Welle, sprich der Radius nach aussen steigt.

Abhilfe: Antriebswelle ausbauen und richten, im gleichen Zuge kleines Zahnrad mit Lagern aufstecken und in selber Prüfvorrichtung nochmals Einzelteile auf Rundlauf prüfen um Fehlerquellen zu egalisieren. Da andere Zahnräder zum Einsatz kommen als gehabt, prüfe den Freigang / Spannweg des Zahnrades ( Gleiches gilt für die Radnabe :!: unbedingt prüfen, da ist nix genormt +- 2mm Höhe an Zahnrädern keine Seltenheit.

Prüfen: Zahnrad ohne Innenring des Tonnenlagers( Lagereinheit im Achsrohrsegment) aufschieben und Weg von Stirnfläche Wellenende bis Zahnrad oder Abstand Zahnrad zum Bund des Lagersitzes messen, dann mess die Stärke des Innenringes. Es muss ein Freiraum von min 0,5mm vorhanden sein, ansonsten tanzt das Zahnrad auf der Antriebwelle und steht ebenfalls exzentrisch auf dieser, egal ob vorne der Laufring( Lagereinheit der Ankerplatte) fest ist oder am Zahnrad anliegt- das zieht es schief, kurz das Stummelende der Antriebswelle verzieht sich :!: . Bei Nachbau Zahnrädern kommt erschwerend hinzu, daß die beiden Anlageflächen nicht oder nicht im rechten Winkel als Auflagefläche geschliffen sind. Eine schöne Suche im Detail...

P.S. da die Halbachse eh ausgebaut werden muss, mache einen Probe-Zusammenbau Achsrohr mit Ankerplatte Ohne Antriebswelle und ermittle so die richtige Einstellscheibe für das Radlager ggf mit Reibwertmesser, wenn Du den WEDI nicht entfernen willst/ zerstörungsfrei kannst. Dann einen zweiten Probe-Zusammenbau mit gerichteter Antriebswelle um nochmal ein haken auszuschliessen. Dann erst die Endmontage mit Flüssig-Dichtmaterial und Versplintung
MFG Crack
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eniac (Do Nov 18, 2021 7:45)
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Re: Wiederstand in der Hinterachse

Beitrag von eniac »

Hallo Wolfgang

Den Text muss ich mir später mal in Ruhe geben, aber nochmal herzlichen Dank für die mal wieder profunde Hilfestellung.
Ich arbeite die DInge mal ab und hoffe das ich noch eine gerade Welle im Stock hab.
Grüße

derStefan
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