Chile/Argentinien Februar 2018

Touren und Reiseberichte bis zum Rand der Erdscheibe :-)

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Karlheinz
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Chile/Argentinien Februar 2018

Beitrag von Karlheinz » So Mär 25, 2018 20:49

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11.02.2018 Wenn einer eine Reise tut……Wieder einmal nehmen wir den Bus von Buenos Aires nach El Bolson.
Alles verläuft problemlos, bis nach ca. 20 Stunden Busfahrt der Fahrer bei einer Polizeistation anhält, der Motor
wird heiss und verliert Wasser. Es wird Wasser nachgefüllt aber ebenso schnell wie man es oben reinleert läuft es unter
wieder raus. Nach ca. 1 Std kommt ein Servicewagen, kann aber den Schaden nicht beheben. Und so werden wir auf
anderen Busen die daher kommen aufgeteilt und nach Bariloche gebracht. Ca. um 15Uhr werden Sonja und ich auf einen
Bus nach El Bolson gebucht, der um 16Uhr abfahren soll. Wir freuen uns schon, nochmals Glück gehabt.
Aber...............unser Bus kommt aus Cordoba und der hat leider Verspätung. Ich erkundige mich nach dem Zwischenstand
und bekommen gesagt, dass der Bus in 15 Minuten kommt. Na ja, Südamerika ist eben Südamerika. Nach 7x nachfragen und
immer wieder 15 min, kommt der Bus doch tatsächlich mit 2 Stunden Verspätung an. Wir steigen ein und kommen um 20 Uhr in
El Bolson, unserem Ziel an. Trotzdem Glück gehabt, nur 6 Stunden Verspätung. So dauert die Busfahrt statt 24 Stunden
geschlagene 30 Stunden. Aber es hätte ja noch schlimmer kommen können.

12.01.2018 In El Bolson angekommen wird der Pinzgauer aus seinem Winterschlaf erweckt und für die Reise eingerichtet.
Auf dem Campo bei Klaus und Claudia bleiben wir 3 Tage.

15.01.2018 Wir fahren zu Peter und Alejandra, helfen dort ein wenig auf dem Campo.
Nach getaner Arbeit gibt es eine fast heisse Outdoordusche.

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16.01.2018 Dann machen wir uns auf zu unserem Ziel, Villa O`Higgins, der südlichste Punkt der Carreterra Austral in Chile.

20.01.2018 Nach 1000 km erreichen wir Puerto Bertrand, hier bleiben wir für 3 Tage am selben Schlafplatz wie vor einem Jahr.

Aufgrund des Schneereichen Winters und der sinnflutartigen Regenfälle im Dezember ist der Wasserstand des Rio Baker um
einiges höher als bei unserem letzten Besuch. Die grossen Steine im Wasser waren unsere Grillstelle im letzten Jahr.

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Fabian aus Zürich, unterwegs mit einem 8 Ps Dieselmotorrad.

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Eine Panne ist nur eine Panne wenn man sich nicht zu helfen weiss.

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Unser nächster Übernachtungsplatz am Rio Nadis

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Auf Schotterstrassen nach Caleta Tortel. Immer am Rio Baker entlang nach Caleta Tortel. Dort fliesst der Rio Baker in den Pazifik.

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Caleta Tortel, wunderschön gelegen in einer Bucht am Pazifik. Aufgrund seiner Lage ist der Ort nur über Treppen und Holzwegen ereichbar.

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Wir sind kurz vor unserem Ziel Villa O`Higgins. In Puerto Yungay nehmen wir die kleine Fähre über den Fjord. 40 min Fahrzeit, kostenlos. Und dann sind es nur ca. 100 km. Der Einweiser steht gelangtweilt da, weil ich mich auf Sonja konzentriere die mich einweist.

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Obwohl diese Gegend eine der regenreichsten Ecken in Chile ist, ist es zur Zeit extrem trocken.

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Dann sind wir am Zwischenziel unserer Reise angekommen: Villa O`Higgins. Es ist der südlichste Punkt der Carretera Austral, der Abenteuerstrasse im Süden Chiles, der mit einem Fahrzeug erreicht werden kann,

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na ja fast, ein paar Kilometer geht es noch weiter über den Rio Meyer bis zu einem schönen Übernachtungsplatz

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Dann geht es nur noch nordwärts.

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Am Rio Bravo, ca. 10 km vor dem Fährhafen schlagen wir unser Nachtlager auf.

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Und nehmen am nächsten Morgen gleich die erste Fähre um 10.00 Uhr.

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Der Wasserfall am Rio Grande.

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Ein weiterer Übernachtungsplatz, wieder am Rio Baker. Und während ich Feuerholz für das Abendessen suche foppt mich Sonja mit einem Gläschen Rotwein.

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Der Zusammenfuss des Rio Nef mit dem Rio Baker. Ab hier gibt es den Rio Nef nicht mehr.

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Na dann suchen wir doch einmal einen Rhabarberstengel………..geht doch, schon einen gefunden.

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Rio Ibanez, auch hier waren wir schon einmal. Und Florian,Forumsname JFK, hat keine gute Erinnerung an diesen Platz.

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Villa Cerro Castillo.

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Am Rio El Blanco.

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Abendstimmung am Rio Cisnes

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Die Strasse entlang des Fjords Puyhuapi haben die Starkregen im Dezember 2017 komplett verschüttet. Wir waren wieder einmal auf eine Fähre angewiesen. Ca. 20min Fahrzeit und kostenlos.

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Und ein weiteres altes Wohnmobil auf der Carretera Austral.

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Schlafplatz am Fjord Puyhuapi.

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In Villa St Lucia endet zur Zeit die Carretera Austral in nördlicher Richtung. Am 17.12.2017 gab es hier einen gewaltigen Bergrutsch
der bis in den Ort ging. Es gab viele Tode und Vermisstse. Die Strasse nach Chaiten ist ab hier gesperrt. Da wir diesen Teil der Carretera
schon im letzten Jahr gefahren sind, ist das für uns nicht so schlimm. Wir fahren von hier wieder Richtung Chilenischer Grenze in Futaleufu.

https://youtu.be/TKj448ZTr_8

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Rio Futaleufu.

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In El Bolson besuchen wir wieder Klaus und Claudia. Aber dann heisst es Abschied nehmen.
Wir fahren ein letztes Mal durch dieses Tor und nehmen Abschied von Patagonien.

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Über den Paso International Cardenal Antonio Samore reisen wir wieder nach Chile ein. Bei unserer letzten Durchreise im Oktober 2017 lag hier der Schnee noch Meter noch.

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Wir fahren zum Lago Ranco um dort am See zu übernachten. Glück gehabt, heute ist Freitagabend und auf dem Festgelände findet am Wochenende das 4. Bluesfestival statt. Natürlich lassen wir uns das Spektakel nicht entgehen.

https://www.youtube.com/watch?v=LHgjOJfWCQs

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Am nächsten Morgen gehen wir nochmals zum Festgelände um noch ein paar Fotos von dort zu machen.

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Abendstimmung am Lago Ranco

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In der Nähe von Villarica können wir bei unseren Freunden Ruth und Freddl einen weiteren Ersatzreifen in Empfang nehmen.
Dieser war fast 3 Monate per Post unterwegs. Die vielen Kleber auf der Folie sprechen Bände. Dann wird der Reifen aufs Dach montiert.

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Hier bleiben wir 2 Tage und geniessen die Ruhe und die Natur.

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Auf dem Weg zum Paso Internacional Pino Hachado.

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Die Einreiseformalitäten sind schnell erledigt und dann geht es nur noch um die Dauer des Visums für unser Fahrzeug.
Der Beamte sagt, dass wir 6 Monate bekommen, schreibt aber auf das Formular nur 4 Monate.Auf meine Bitte, das Visum doch
bitte auf 8 Monate zu verlängern kommt er freundlich nach und korrigiert die 4 Monate auf 8 Monate. Danach fahren wir noch ein
paar Kilometer bis zum Rio Agria und übernachten dort. Und am nächsten Morgen stellen wir fest, das wir wieder einmal einen Plattfuss haben.

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Der Reifen wird aufgepumpt und wir fahren ca. 10km bis nach Las Lajas zur Gomeria.

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Rio Los Molles.

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Die Termalquellen von El Sosneado auf 2180m. Die Termas von El Sosneado liegen auf einer Hochebene, 60km von
dem Ort El Sosneado entfernt. Dort wurde bereits 1938 ein Hotel und ein überdachtes Becken gebaut, aber schon 1953 wieder
geschlossen. Heute sind davon nur noch Ruinen erhalten.

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Hier in der Nähe zerschellte am 13.Oktober 1972 ein Flugzeug auf 4000m an einem Berghang:
Die 40 Passagiere waren Mitglieder, Betreuer und Angehörige der Rugby-Union-Mannschaft Old Christian’s Club,
die mit zwei Meisterschaftssiegen (1968 und 1970) zu den erfolgreichsten Uruguays zählte.
Im chilenischen Santiago sollte das Team ein Freundschaftsspiel absolvieren.
Nach 72 Tagen im Eis konnten 16 von 45 Insassen gerettet werden.
Am 12. Dezember, 62 Tage nach dem Absturz, begaben sich Parrado, Canessa und Vinzintin auf eine Expedition
zum Erreichen der Zivilisation.
Nach insgesamt zehn Tagen gelang es Parrado und Canessa, bis unter die Schneegrenze zu marschieren
und Kontakt zur Zivilisation herzustellen. Sie wurden von dem chilenischen Hirten Sergio Catalán gefunden.

Auf dem Rückweg nach El Sosneado fahren wir vorbei an den Hütten der Hirten und den Ställen der Tiere.

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Kurz vor San Rafael verlassen wir die Berge und fahren ins "Flache Land" in Richtung San Luis.

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Parque Nacional Sierra de las Quijadas. Wir treffen auf eine Maras Familie. Die Maras, auch Pampahasen genannt sind eine Unterart der Meerschweinchen.

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Danach geht es zum Campo von Conny und Bernd. Und Zulu erkennt Sonja sofort wieder.

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Ich geh fremd, und benutze den Grill von Bernd

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Und es werden einige Sturmschäden beseitigt.

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Und wie immer im Februar gibt es wieder etwas zum Feiern.

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Insgesamt sind wir auf dieser Reise 5250 km gefahren und haben 1025 ltr Benzin getankt. Im Schnitt haben wir 1 Euro pro ltr bezahlt.
Es gibt aber grosse Unterschiede. So gab es den teuersten Sprit in Villa O`Higgins (1.35 Euro) und den günstigsten im Süden Argentiniens(0,8 Euro).

Die ausführlichhen Reiseberichte dieser Reise findet ihr wie immer auf unserer Homepage: www.slkl.ch

Es grüssen recht herzlich Sonja und Karlheinz

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Sonnenpinzi
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Re: Chile/Argentinien Februar 2018

Beitrag von Sonnenpinzi » Mo Mär 26, 2018 22:29

Hallo Sonja und Karlheinz,

schöner Bericht und schöne Fotos.
Danke fürs Zeigen.

Viele Grüße
Bernd

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Blume
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Re: Chile/Argentinien Februar 2018

Beitrag von Blume » Di Mär 27, 2018 9:07

oh


wie immer alles so schön


vielen dank


euch beiden alles gut

bis bald


noch kein regen in aachen 6 grad plus

gruß Blume

XT-Killer
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Re: Chile/Argentinien Februar 2018

Beitrag von XT-Killer » Di Mär 27, 2018 13:02

Guten Tag Karlheinz und Sonja

Vielen Dank für die tollen Bilder und den spannenden Reisebericht. Es ist immer ein Genuss von euren Reisen zu lesen. Ich habe auch einen M 712 zu einem Wohnmobil ausgebaut, bin aber noch nie bis nach Südamerika gekommen ;-) Ich bin hauptsächlich in Osteuropa und auf Sardinien unterwegs.

Ich wünsche euch Zweien eine wunderbare Zeit und freue mich schon auf den nächsten Bericht.

XT-Killer
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Klaus Kohler
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Re: Chile/Argentinien Februar 2018

Beitrag von Klaus Kohler » Di Mär 27, 2018 19:38

Hallo ihr beiden!

Einmal mehr faszinierende Bilder mit toller Kommentierung.
Wie schon gewohnt von euch. Danke fürs Teilhaben lassen.
Liebe Grüße Klaus
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