welcher unterbodenschutz?

Umbau, Ausbau und Tuning

Moderatoren: eniac, Robi

walchi
Beiträge: 5
Registriert: So Nov 05, 2017 13:42

welcher unterbodenschutz?

Beitragvon walchi » Mo Nov 13, 2017 20:35

hallo zusammen :D
hab das forum schon durchsucht aber nicht wirklich was gefunden.

da bei meinem erworbenen 710m der unterboden nicht konserviert ist (hat ja vermhtlich auch vorteile da keine überraschungen darunter verborgen sind) will ich ihn vorm winter doch etwas schützen. bislang hab ich gute erfahrungen mit einer grundierung von brunox 2in1rostumwandler und darüber seilfett. das bezog sich aber mehr stationäre gerätschaften.
kann ich das auch hier benutzen?
was benutzt ihr bzw könnt ihr empfehlen...gibt ja wachs und fett basierte und vlt noch welche auf anderer basis?
der einsatz ist übrigens nicht gleich das härteste gelände
vielen dank für die antworten
Zuletzt geändert von walchi am Di Nov 14, 2017 10:02, insgesamt 1-mal geändert.


Benutzeravatar
Norbert
Beiträge: 840
Registriert: Mi Jan 31, 2007 6:48
Wohnort: Graz / Österreich

Re: welcher unterbodenschutz?

Beitragvon Norbert » Di Nov 14, 2017 9:28

Seilfett klingt schon einmal gut :wink:
Liebe Grüße aus der Heimat
Norbert

Benutzeravatar
unverhofft
Beiträge: 875
Registriert: Do Jan 03, 2013 21:44
Wohnort: Prummern
Kontaktdaten:

Re: welcher unterbodenschutz?

Beitragvon unverhofft » Di Nov 14, 2017 10:04

Es gibt wahrscheinlich genauso viele Ansätze wie Theorien dazu.. :)

Immer wieder gerne genannt: http://www.korrosionsschutz-depot.de

Ich verwende einen Mix aus Mike Sanders und Fluid Film. Seilfett ist aber sicher nicht falsch.
Eklig beim Basteln ist irgendwie alles, was nicht aushärtet. Und was aushärtet, wird irgendwann rostig-eklig ;)

Gruss - Peter
Zuhause am Westzipfel -> Prummern
"phœnix" 712MS | Defender TD5 110 HT | TD4 2,4 110 Station | bis 2015: "Frettchen" 710M LPG/WoMo

kawahans
Beiträge: 1315
Registriert: Mo Jan 07, 2008 13:11
Wohnort: Graz

Re: welcher unterbodenschutz?

Beitragvon kawahans » Di Nov 14, 2017 15:38

Angeblich wird/wurde bei der Bundeswehr ein Gemisch von 90% Seilfett und 10% Bienenwachs verwendet, und das ganze etwas fester zu haben. Nach meiner Erfahrung wird auch Seilfett mit der Zeit hart und bekommt Risse :? Im Gegensatz zu den auf Bitumen basierenden Beschichtungen sieht man schneller, wo man (ev.) ein Problem hat. Ich sprühe Seilfett mit 80 - 90°C!

Ist zwar schon ein paar Jahre her, ist aber immer noch informativ:
https://www.oldtimer-markt.de/rostschutztest

Liebe Grüße aus Graz!
kawahans
Pinzgauer !!!! ist wie eine Ehe: man löst Probleme, die man ohne nicht hätte.
Aber man tut´s gerne....

kawahans
Beiträge: 1315
Registriert: Mo Jan 07, 2008 13:11
Wohnort: Graz

Re: welcher unterbodenschutz?

Beitragvon kawahans » Di Nov 14, 2017 15:43

Nachtrag: ich wollte schon lange einen Versuch mit Beimischung von Wollfett nmachen, weil dieses eine extreme Oberflächen-Kriechfähigkeit haben soll, ich habe es aber noch nie geschafft.

Wollfett, z.B.: http://www.apatina-restaurierungsbedarf ... ts/5231234

Liebe Grüße aus Graz!
kawahans
Pinzgauer !!!! ist wie eine Ehe: man löst Probleme, die man ohne nicht hätte.

Aber man tut´s gerne....


walchi
Beiträge: 5
Registriert: So Nov 05, 2017 13:42

Re: welcher unterbodenschutz?

Beitragvon walchi » Di Nov 14, 2017 17:53

danke für die schnellen antworten :D
den den rostschutzbericht hatte ich schon gefunden und von ein paar bekannten marken doch enttäuschn worden.
dann werde ich die sache mal mit seilfett angehn für den 1. winter wird wohl reichen da ich ja nicht einen ewigschutz haben will ...hin und wieder nachschaun und erneuern ist sowiso klar und mach ich auch gern.
danke für die tipps :D

Benutzeravatar
Pedro
Beiträge: 99
Registriert: Mo Feb 26, 2007 21:59
Wohnort: Kärnten

Re: welcher unterbodenschutz?

Beitragvon Pedro » Di Nov 14, 2017 20:51

Manche schwören auf HHS2000
Allerdings sollte vorher alles repariert sein, sodass man nicht mehr unters Auto muss.

Benutzeravatar
pinzco
Beiträge: 46
Registriert: Do Dez 08, 2016 19:17

Re: welcher unterbodenschutz?

Beitragvon pinzco » Di Nov 14, 2017 22:16

Meiner Erfahrung nach ist Seilfett vom einfachen auftragen her, das Beste. Man kann es ohne erwärmen draufsprühn ,sollte jedoch min. 15-20°C haben. Also im Winter draußen auftragen ist nicht.
Mein "normales" Auto womit ich täglich fahr hab ich vor 2 1/2 Jahren konserviert. Die ungeschützten Stellen am Unterboden sind schon alle schwarz vom Dreck. Sobald man aber mim Finger reindrückt sieht man wie weich und klebrig das Zeug noch ist.
Wahrscheinlich ist Mike Sanders besser, aber wenn ich mit der Seilfett Methode ca. 5Jahre Ruhe hab, ist es für mich eindeutig geeigneter, da viel billiger (5l Kanister ca. 35-40€) und einfacher aufzutragen.

kawahans hat geschrieben:Angeblich wird/wurde bei der Bundeswehr ein Gemisch von 90% Seilfett und 10% Bienenwachs verwendet, und das ganze etwas fester zu haben. Nach meiner Erfahrung wird auch Seilfett mit der Zeit hart und bekommt Risse :? Im Gegensatz zu den auf Bitumen basierenden Beschichtungen sieht man schneller, wo man (ev.) ein Problem hat. Ich sprühe Seilfett mit 80 - 90°C!

Du meinst 90% Vaseline und 10% Bienenwachs oder ? So jedenfals hab ichs gelesen und auch angemischt. Hab 1 oder 2 Töpfe schon gemischt rumstehen weil ichs so machen wollte. Aber es dann aufzuheizen war mir dann doch zu umständlich :oops:

Beim Bundesheer werden (zumindest die letzten 3 Jahre) die Lkw und Anhänger mit Dinitrol Unterbodenwachs konserviert.

Pedro hat geschrieben:Manche schwören auf HHS2000
Allerdings sollte vorher alles repariert sein, sodass man nicht mehr unters Auto muss.

Würth HHS2000 ? Wer hat so viel Geld dass er damit ein Auto konserviert ? :shock: Und besser als Seilfett etc. ist es sicher nicht.

Riesen Nachteil am Bitumen Unterbodenschutz ist, dass er mit der Zeit aushärtet und unterwandert wird (die Kanten gehen auf, Wasser und Dreck kriecht mit der Zeit dahinter). Bei einigen alten Auto kann man am Unterboden den ausgehärteten Schutz wie eine Gummimatte abziehen und dahinter blüht der Rost.

lg

Benutzeravatar
MEPH
Beiträge: 237
Registriert: Di Feb 16, 2016 10:38
Wohnort: Gmunden, Wien & Andau

Re: welcher unterbodenschutz?

Beitragvon MEPH » Mi Nov 15, 2017 9:31

Bei meinen Restaurierungen habe ich nach langem hin und herprobieren folgendes Gemisch als am besten empfunden:
Seilfett 70% Seilfett mit 30% Fluid Film Liquid A.
Durch das Seilfett wird es schön dunkel hat aber gleichzeitig eine deutlich bessere Kriechwirkung.
Das Fluid Film A ist megaflüssig und alleine fast zu arg, Monate später tropft es noch immer, vor allem im Sommer.

Daher hab ich es bei meinem Alltagswagen, wo ich den Unterboden nicht unbedingt schwarz brauche das Fluid Film A 50:50 mit Fluid Film NAS vermischt, heiß gemacht und dann gespritzt- super Ergebnis.
Für die Holme hab ich nur das FF A benutzt.

Einen Kübel Mike Sanders hab ich auch noch rumstehen, bisher aber noch nie verwendet- viele schwören ja darauf.

LG, M.
Was nicht geht wird geschoben.

walchi
Beiträge: 5
Registriert: So Nov 05, 2017 13:42

Re: welcher unterbodenschutz?

Beitragvon walchi » Mi Nov 15, 2017 11:19

dann frag gleich nochmal nach:
wie viel liter also so daumen mal pi benötige ich da wenn ich jetzt nur auf den unterboden gehe?
wie gesagt soll ja nur für den ersten winter sein dass wenn ich gefahren bin und es zu kalt ist zum waschen ist nicht zu rostn anfangt.
die holme und alles weiter werd ich auf wärmere temp. verschieben.

Benutzeravatar
Pinzi-Süd
Beiträge: 172
Registriert: Fr Mär 25, 2016 18:03

Re: welcher unterbodenschutz?

Beitragvon Pinzi-Süd » Mi Nov 15, 2017 23:22

Ich oute mich auch als Seilfett Fan ;)
Früher habe ich mir aus Innsbruck das von Eurol geholt, mittlerweile gibt es in Deutschland von Liqui Moly auch eines zu kaufen.
Wie viel man für den Pinzgauer braucht kann ich nicht sagen, für den Defender 110 brauche ich ca. 12 Liter, Mercedes G lang ca. 15 Liter und in meinen HZJ 78 habe ich damals 18 Liter geblasen.
Seilfett hatte ich so ca. im Jahre 2000 entdeckt und ich glaube hier das erste mal darüber geschrieben: http://forum.off-road-forum.de/redaktio ... html#p1373

In den Radkästen wäscht es sich heraus, dort muß man je nach Fahrleistung nach 3 bis 5 Jahren nachspritzen.
Mit der Elastizität habe ich auch nach Jahren keine Probleme. Egal wo man hinlangt, immer schön zäh und klebrig :D

Ich bin immer wieder mit einem Freund am überlegen ob ich mir für den Pinzgauer etwas spezielles mischen lasse. Er entwickelt chemische Produkte ... :wink: aber bis dahin hab ich noch ein wenig Zeit.

Mike Sanders (ist eigentlich nichts anderes als technische Vaseline S743 mit Bienenwachs - auch hier werden wir evtl. etwas entwickeln - die Ursprünge von MS sind Gurulan bzw. PX11a und deren Varianten) nehme ich nur zum Einsetzen von Scheibengummis (die nicht geklebt werden müssen) als präventive Maßnahme gegen Rost und eindringende Feuchtigkeit.

Vielleicht hilft dir dies weiter.


Grüße Karsten

Benutzeravatar
puchifan
Beiträge: 159
Registriert: Di Mär 21, 2006 10:40
Wohnort: Steiermark

Re: welcher unterbodenschutz?

Beitragvon puchifan » Sa Nov 18, 2017 18:59

Beim ÖBH wurden die Pinzgauer vom Puch Werk mit DINITROL behandelt. Fa. DKS in Österreich vertreibt die Produkte.
Der Hohlraum- (3850A) bzw. Unterbodenschutz wird zweistufig aufgetragen.
1. mit einem dünnen und korrosionstoppendem Mittel (3431) vorgespritzt und im
2. Schritt nach Abtrocknen die schützende Schicht (4942 braun metallic oder 4941 schwarz) aufgebracht.

Meine Haflinger und Pinzgauer habe ich mit diesen Mitteln und Prozedere behandelt.

Schöne Grüße,
Peter
Pinzgauer 718M
Haflinger AP700



Zurück zu „Mechanik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast