Rückwärtsgang

Technik des Haflingers

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Emser700AP
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Rückwärtsgang

Beitrag von Emser700AP » Mi Okt 11, 2017 7:43

Hallo,
Letztens wollte ich den Gummi-Balg zwischen Schaltstange und Getriebe wechseln.
Dazu habe ich die drei Schrauben vom Flansch gelöst und anschließend wieder zusammen gebaut (ohne den Balg zu wechseln).
Anschließend musste ich feststellen, dass sich der Rückwärtsgang nicht mehr einlegen ließ.
Wer kann mir dazu einen Tipp geben?
Wie muss die Stellung des Schalthebels und die Position der Stange im Getriebe sein beim Zusammenbau?
Sperren sind alle aus.
Mein Hafi ist ein CH-Armee, Bj 1962, 4+K,
Vielen Dank für Eure Hilfe!
Andy
(andreas.amann@hotmail.com)


Mojohand
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Re: Rückwärtsgang

Beitrag von Mojohand » Mi Okt 11, 2017 8:53

Hallo Andy,
besser wäre gewesen die Position der Schaltstange am Flansch vor dem Lösen mit einem Körnerpunkt zu markieren, da sich die beiden Bauteile zum Einstellen gegeneinander verdrehen lassen.
O.K. jetzt ist es zu spät dafür, da hilft nur Probieren indem Du die 3 Schrauben lockerst und dann die Schaltstange und den Flansch in kleinen Schritten gegeneinander verdrehst, zuerst würde ich die Schaltstange mal im Uhrzeigersinn (in Fahrtrichtung gesehen) gegen den Flansch drehen.
Dann wieder festschrauben und testen. Wenn Du dan die Position gefunden hast, die beiden Teile zueinander markieren damit Di r das in ZUkunft nicht mehr passiert.
Ich gehe mal davon aus, dass Du an den Ausgleichscheiben keine Veränderung vorgenommen hast.

Gruß Bernd
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pathfinder700ap
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Re: Rückwärtsgang

Beitrag von pathfinder700ap » Mi Okt 11, 2017 10:57

Hallo Andy und Bernd,

was sich ganz gut bewährt hat ist aus meiner Sich auch folgende Methode: Wenn die lange Schubstange vom Getriebe getrenn ist, dann am Getriebe mit dem Stummel den Rückwärtsgang einlegen (einfach durchdenken... d.h. relativ weit drehen und zum Getriebe hinschieben). Dann auch den Schalthebel mit der Schubstange in die richtige Position des eingelegten Rückwärtsganges bringen und den Flansch zusammenschrauben.

Man muss dann natürlich noch prüfen, ob sich in Folge alle Gänge korrekt schalten lassen, insbesondere R und K sind kritisch. Aber es sollte eine gute Ausgangslage zur Feinjustierung am Flansch sein.


LG,
C.

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eniac
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Re: Rückwärtsgang

Beitrag von eniac » Mi Okt 11, 2017 14:20

Hmmm

Welche Auswirkung haben denn die Distanzscheiben im Flansch?
Ich habe jetzt mal leine zweite hinzugebaut, bilde mir aber ein, das dies
keine Auswirkungen auf den Schaltvorgang hat ... Kann das sein ?
Grüße

derStefan

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Mojohand
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Re: Rückwärtsgang

Beitrag von Mojohand » Mi Okt 11, 2017 18:49

Hallo Stefan,
Die Ausgleichscheiben sind da um eventuelle Längendifferenzen im Schaltgestänge auszugleichen.
Das muss man sich so vorstellen, wenn man vorne z.B. vom 1.in den 2. Schaltet also den Schalthebel nach hinten zieht, schiebt sich die Schaltstange unter der Plattform nach vorne und betätigt nach etlichen Umlenkungen im Getriebedom die Schaltstange im Getriebe, die wiederum die Muffen zu den einzelnen Gängen verschiebt, wenn jetzt z.B. der Weg, also die Länge des gesamten Systems, zu kurz ist, reicht die Bewegung des Schalthebels nicht aus um die Muffe ganz zu verschieben und der Gang springt eventuell raus, also muss das System verlängert werden indem man U-Scheiben einfügt.
Die Differenzen entstehen durch Fertigungstoleranzen z.B. beim Bau der Plattform und beim Anfertigen der Langen Schaltstange und Die Plattform selbst hat auch Luft in den Kappenlagern, man darf nicht vergessen dass Plattform und Fahrgestell elastisch miteinander Verbunden sind.
Manchmal muss man ausgleichen, wenn nur die Plattform runter war und eigentlich nichts verändert worden ist.

Gruß Bernd
Pure Vernunft darf niemals siegen.


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eniac
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Re: Rückwärtsgang

Beitrag von eniac » Fr Okt 13, 2017 14:51

Danke Bernd für die Ausführung. Ich bilde mir ein das das kratzen beim Hochschalten in den 5ten weniger geworden ist.
Eventuell lege ich noch Eine rein um das zu verifizieren. Verdrehen hat wenig gebracht, da die Löcher zu klein sind. Aber
da schaue ich auch nochmal bei .. :-)
Grüße

derStefan

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Emser700AP
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Re: Rückwärtsgang

Beitrag von Emser700AP » Fr Okt 13, 2017 16:48

Hallo Miteinander,

Danke für die Tipps!,
Das mit dem Rückwärtsgang einlegen (zuerst am Schalthebel und am Getriebe) und dann zusammen schrauben hat geholfen. :D
Jetzt geht er zwar rein aber immer noch auf anhieb. Im Stand schon gar nicht aber im Fahrbetrieb lässt er sich halbwegs einlegen.
Was ich noch vermisse: Ich kann den Kriechgang zwar einlegen, muss dazu aber den Schalthebel nicht anheben? :?:
Stimmt da mit der Kulisse etwas nicht? Ausgeleiert?

Schöne Grüße,

Andy

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MEPH
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Re: Rückwärtsgang

Beitrag von MEPH » Mo Mai 14, 2018 8:58

Ich habe nun ähnliches Problem :?

Habe den Faltenbalg ersetzt, nicht genau markiert vor dem Zerlegen und jetzt geht der Rückwärtsgang nicht mehr rein.
Der Kriechgang geht rein, springt aber ab und an wieder raus.

Nachdem ich den Haflinger gestern nach 1,5Jahren Restauration erstmalig wieder gestartet habe und ich mich nicht recht erinnern kann wie es vorher war, bei mir ist es nun so:

- 1. und 2. Gang muss ich den Schalthebel anheben
- 3. und 4. Gang sind dann wieder unten
- Kriechgang: runterdrücken und links unten

Kommt mir irgendwie spanisch vor: 1.- 4. Gang sollten doch auf einer Ebene sein, oder?
Kann dies auch daran liegen dass das Schaltgestänge leicht verdreht zusammengeschraubt wurde?

Danke für eure Hilfe.

LG, M.
Was nicht geht wird geschoben.

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Re: Rückwärtsgang

Beitrag von Norbert Palme » Mo Mai 14, 2018 22:13

Servus Meph,
ich hab zwar die Version 1 (ohne Verdrehflansch), aber gerade im Ersatzteilbuch nachgesehen.
Wenn du schon am Restaurieren bist, schau dir ganz genau den Übergang vom Schalthebel zum Schaltgestänge (Gabel/ Distanzbüchse/ Gleitscheiben) an
Ersatzteilbuch 8.21 Position 25 und 26.
Wenn Die Buchse oder die Scheiben Spiel haben, wird mit dem Flansch noch schwieriger. Evtl. Buchse und/oder Scheiben nachfertigen.
Ansonsten mit dem Flansch: am besten zu zweit gaaaaaaaaaanz geduldig suchen beim Einstellen.

Viel Glück
Am schnellsten geht das, was am längsten dauert.

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Re: Rückwärtsgang

Beitrag von Spueli » Mo Mai 14, 2018 22:14

Um den Faltenbalg zu ersetzen muss man ja den Schalthebel nicht ausbauen :?: :?

Ja 1-4 (+ Kriechgang Unten Links) auf einer Ebene, für den Rückwärtsgang, drücken und nach Links Oben.
(Jedenfalls beim Schweizer Serie 2 und 703 APK)

Norbert Palme
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Re: Rückwärtsgang

Beitrag von Norbert Palme » Mo Mai 14, 2018 23:50

Das stimmt schon, Spueli.
Aber wenn er jetzt die "ich weis gar nicht wo ich bin - Stellung" hat, wird halt die Sucherei noch schwieriger wenn das Spiel erkennbar ist.
Am schnellsten geht das, was am längsten dauert.

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Re: Rückwärtsgang

Beitrag von MEPH » Di Mai 15, 2018 8:25

@Spueli: Faltenbalg beim Schaltgestänge hinten ist gemeint- also der Staubschutz bevor das Gestänge im Getriebe mündet.

Dass die Gänge 1-4 auf einer Ebene sind mach Sinn und hatte ich mir auch gedacht.

Aber seid ihr euch sicher, dass man für den Kriechgang nicht auch drücken muss?
Und nochmal zu der Frage: Kann es nur durch leichtes Verdrehen des Schaltgestänges beim Zusammenbau passieren, dass die Gänge plötzlich auf anderen Ebenen zu finden sind?

Werde am WE mal versuchen das Gestänge zu trennen, den Rückwärtsgang einzulegen und dann wieder zu verbinden.

Danke für eure Hilfe einstweilen.

LG, M.
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Re: Rückwärtsgang

Beitrag von Spueli » Di Mai 15, 2018 17:09

Ok sorry, hatte den falschen Faltenbalg vor mir :oops:
Kriechgang definitiv ohne drücken, das "x" auf der Schaltkulisse = Drücken erst für den Rückwärtsgang.

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Re: Rückwärtsgang

Beitrag von MEPH » Di Mai 22, 2018 10:47

So, alle Gänge lassen sich wieder einwandfrei schalten.
An dem Haflinger dürfte schon mal jemand Körnerpunkte gemacht haben vorm zerlegen des Gestänges.
Nach Reinigung der besagten Teile waren diese klar zu sehen und der Zusammenbau in richtiger Einstellung war dann ganz easy.
Danke ecuh für eure Hilfe.

LG, M.
Was nicht geht wird geschoben.


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