Haflinger 703/2 AP

Plaudereien rund um den Haflinger

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Michael W.
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Haflinger 703/2 AP

Beitrag von Michael W. » So Dez 25, 2016 8:23

Hallo zusammen
Ich bin neu im Forum und habe mir zu meinen MULAG 12/4 nun noch einen Haflinger 703/2AP Baujahr 1968 zugelegt. Der allgemeine Zustand ist recht gut, aber ich habe Probleme mit dem Rückwärtsgang ( 5 -Gang ). Er lässt sich nur sehr schwer einlegen und rutscht dann immer wieder raus. Kennt sich jemand mit dem Problem aus und kann mir weiterhelfen ? Auch über sonstige Info zu meinem Modell wäre ich dankbar. Danke vorab - Gruß Michael


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Stef@n
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Re: Haflinger 703/2 AP

Beitrag von Stef@n » So Dez 25, 2016 8:28

Eventuell nur eine Einstellungssache vorne am Schalthebel, dort scheints nicht ganz trivial zu sein. Aber dazu werden sich die Hafitreiber gleich äussern...
Gruß

Stefan

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Sibo
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Re: Haflinger 703/2 AP

Beitrag von Sibo » So Dez 25, 2016 12:55

Hallo,

vermutlich ist das Schaltgestänge am Flansch zum Getriebe etwas verdreht, ist ne bekante krankheit..

aber bevor du dort Hand anlegst versuch mal beim einlegen de Rückwärtsganges den Schalthebel etwas nach rechts zu drehen, das funktioniert meist wenn die Schaltkreise etwas ausgeschlagen ist und nicht alles total verstellt ist..

ansonsten die Drei schrauben am Verbindungsflansch zwischen Getriebe und Schaltgestänge lösen und so lange Verdrehen bis sich der gang wieder schön einlegen lässt..
ist leider ne etwas undankbare Arbeit..

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pathfinder700ap
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Re: Haflinger 703/2 AP

Beitrag von pathfinder700ap » So Dez 25, 2016 17:03

Ich würde auf jeden Fall vorher die Position am Flansch beim Getriebe markieren, damit man u.U. wieder die Ausgangslage herstellen kann.

Man kann dann auch versuchen, den Flansch zu lösen und den Rückwärtsgang manuell einzulegen. Dann Schalthebel und die lange Verbindungsstange in Position bringen und Flansch wieder verbinden. So würde ich es auch machen, wenn ich z.B. Plattform und Fahrgestell frisch zusammenbaue, weil der Rückwärtsgang offenbar immer am kritischsten ist.

LG,
C.

Michael W.
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Re: Haflinger 703/2 AP

Beitrag von Michael W. » Do Dez 29, 2016 8:29

Hallo
Danke für die Tipps, hört sich zwar nicht sehr schwierig an, ist aber bestimmt ein Gefummel. Da ich den Haflinger erst gekauft habe, bin ich noch auf der Suche nach technischen Unterlagen, Bedienungs.- Reparaturanleitungen usw. zum Typ 703/2 AP
Bj. 1968 mit 27PS Motor und 5 Gang Getriebe.Wäre super, wenn ich da was bekommen könnte.
Mich würde auch interessieren, wie der Marktwert dafür ist. Meiner ist Fahrbereit und hat auch noch bis März TÜV, wenig Rost und im großen und ganzen gut in Schuss - was ich bis jetzt beurteilen kann. War es ein Schnäppchen ?
Bei der AHK ist eingetragen, das diese nur zu Rangierzwecken ist, kennt das jemand ??? Kann man das umschreiben lassen ?
Gruß und danke für eure Hilfe.
Michael W.


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Norbert
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Re: Haflinger 703/2 AP

Beitrag von Norbert » Do Dez 29, 2016 9:35

Da gibt´s alles was Du Dir wünscht:
https://www.motorbooks.at/search/?q=703AP&p=1

Stell doch ein paar Fotos ein um den Zustand Deines Hafis zu beurteilen. :roll:
Liebe Grüße aus der Heimat
Norbert

Mojohand
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Re: Haflinger 703/2 AP

Beitrag von Mojohand » Do Dez 29, 2016 10:34

Hallo Michael,
willkommen im Forum.
Hab gesehen Du wohnst in der Nähe von Bretten, das ist ja gar nicht so weit von mir.
Falls Du nicht weiter kommst mit Deinem Problem, könnte man sich das ja mal am Objekt anschauen.
MULAG kenne ich übrigens auch, mein Schwiegervater hat einen.

Gruß Bernd
Pure Vernunft darf niemals siegen.

Michael W.
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Re: Haflinger 703/2 AP

Beitrag von Michael W. » So Jan 08, 2017 19:32

Hallo
Danke für das Angebot, falls ich hilfe brauche, komme ich gerne darauf zurück. Hier mal ein Bild als ich ihn abgeholt habe.
Dateianhänge
20161210_101652.jpg
20161210_101652.jpg (244.63 KiB) 1906 mal betrachtet

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rubber-duck
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Re: Haflinger 703/2 AP

Beitrag von rubber-duck » Mo Jan 09, 2017 9:06

Hallo Michael,

klasse, nochmal eine Polycab in der Nähe :-) Meine sieht leider nicht so schön, und derzeit auch nicht so vollständig aus.

Was hast du denn für Reifen drauf? Sind das 12" oder 13"? Die APK haben ja leider nicht die große Auswahl, "dank" des erforderlichen Lastindex. Außer man lastet ab.

LG aus Vaihingen,
Christof
Es gibt immer einen Weg!

Michael W.
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Re: Haflinger 703/2 AP

Beitrag von Michael W. » Mo Jan 09, 2017 20:09

Hallo

Reifen sind Maloya 165/12 - hab mich aber noch nicht damit beschäftigt, die waren drauf - würde aber behaupten, sieht ganz gut aus. Schön noch jemand in der Nähe zu haben.
Gruß
Michael

Michael W.
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Re: Haflinger 703/2 AP

Beitrag von Michael W. » Do Feb 23, 2017 5:49

Hallo
Das mit dem Flansch verdrehen damit der Rückwärtsgang nicht mehr raus rutscht, habe ich mehrfach probiert, hat aber nicht geklappt. Kann es auch vorne am Schalthebel liegen ?
Auspuffanlage: [/u][/b]Bei meinem wurde die Auspuffanlage umgebaut und 2 Endtöpfe vom Fiat Panda verbaut. Die Heizung wurde demontiert und 2 Flansche am Krümmer zugeschweißt. Kann mir jemand sagen, wie die orginale Auspuffanlage sein muß, hat jemand Bilder im eingebauten Zustand ?
703/2AP 27 PS Motor Bj. 1968
Gruß
Michael

5aka
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Re: Haflinger 703/2 AP

Beitrag von 5aka » Do Feb 23, 2017 6:12

Hallo Michael,

von dir, "gleich um die Ecke", ist doch der Lorenz.
Setz dich mit ihm in Verbindung.

http://www.lorenz-offroad.de

mfg
Günter

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Sibo
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Re: Haflinger 703/2 AP

Beitrag von Sibo » Do Feb 23, 2017 18:11

Michael W. hat geschrieben:Hallo
Das mit dem Flansch verdrehen damit der Rückwärtsgang nicht mehr raus rutscht, habe ich mehrfach probiert, hat aber nicht geklappt. Kann es auch vorne am Schalthebel liegen ?
kann sein das die Schaltmechanik ausgeschlagen ist, sowohl am Schalthebel ( Buchsen und Bolzen) oder aber das Gelenk am Getriebe.

hier wird teilweise beschreiben, wie die Mechanik der Schalthebels neu aufgebaut wird.
http://haflingereins.com/forums/t/608.aspx?PageIndex=1

Norbert Palme
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Re: Haflinger 703/2 AP

Beitrag von Norbert Palme » Do Feb 23, 2017 22:10

Da ist auch noch die Verbindung zwischen Schalthebel senkrecht und der Schaltstange waagrecht: Eind Gabel mit Distanzscheiben, einer Buchse und einer Schraube.
Wenn die Buchse nicht mehr schön ist, schaltet es auch nicht gut.
Zugleich ist es aber relativ leicht zu kontrollieren: Oben einer am Hebel wackeln und unten einer nachschauen. Sollte halt (bei Dir noch nicht) hoffentlich spielfrei sein.
Eine Buchse nachzubauen ist für einen Hobby-Drehbankfahrer kein Problem.
Nicht gerne halten bzw. rausrutschen tut mein Rückwärtsgang übrigens auch, ich hab mich so langsam dran gewöhnt. Aber reingehen tut er gut.
Gruß Norbert
Am schnellsten geht das, was am längsten dauert.

Michael W.
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Re: Haflinger 703/2 AP

Beitrag von Michael W. » Sa Mai 06, 2017 4:44

Hallo zusammen
Leider habe ich noch das Problem mit dem Rückwärtsgang. Flansch verdrehen bringt keine Besserung und Schalthebel mit Gestänge, Buchsen und so weiter sehen fit aus. Ich habe nun mal den Deckel abgeschraubt, wo das Gestänge nach dem Flansch reingeht und festgestellt, das die Welle die senkrecht nach unten geht ziemlich spiel hat.
Kennt sich da jemand aus, kann man da was einstellen / ausscheiben....
Gruß
Michael

Steyr-Daimler-Puch Crack
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Re: Haflinger 703/2 AP

Beitrag von Steyr-Daimler-Puch Crack » Sa Mai 06, 2017 13:26

@Michael w.

Du musst zuerst das Links-Rechts Spiel- den Weg der Schaltebenen des Rasthorns- des Schaltknüppels im Innenraum kontrollieren, subjektiv einschätzen, danach der Reihenfolge einstellen. Zuerst den Schalthebel ausbauen ( 4x Senkkopf und unten M7 Verbindungsschraube) dann die Zwischenwelle zum Schalthebel auf Verschleiss und Deformation kontrollieren, bzw nacharbeiten, Druckfeder und beide Raststücke müssen leicht in Bohrung laufen. Das Rasthorn und Druckstücke auf Verschleiss kontrollieren, ebenso die verbaute Version ( bei den Kommunalen wurde nachträglich viel falsch zusammen gebaut und gemischt!) . Die M6 Schraube für das Rasthorn nachziehen, besser einkleben , löst sich gern/oft. Der Zwischenhebel läuft spielfrei axial und radial im Alugehäuse bzw auch auf Verbinder . Der Schalthebelstock ( Ende des Hebels unten) und die Gabel der Schaltstange (nach hinten) dürfen keine Rattermarken haben, die Kanten müssen gebrochen werden. Die besagte Schaltbüchse vorne Muss ein Spiel von 2-3 zentel haben, damit sich der Schalthebelstock in der Schaltgabel radial drehen/ kippen kann, falls nicht klemmt die Schaltung, die Synchronringe verreiben schnell und die Gänge fliegen auf Lastwechsel raus :!: Die Links-Rechts Ebene schaltet über "die Kanten", die Schraube verbindet , fliegend (mit Spiel) die beiden Bauteile und entkoppelt die Schwingung zwischen Karosse und Fahrgestellt. Das Axialspiel stellt man mit der M7 Spannschraube nach / ein. Geprüft wird die Torsion des Schalthebels beim Bedienen oben vom Fahrersitz aus, es ist ein ca Spiel von Halb Zwölf bis halb Eins auzustreben.
Gehen die Gänge jezt alle sauber rein/ raus war es der Schalthebel, falls nicht liegt es im Getriebe.

Im Getriebeeingang ist bei 90 % aller Haflinger zuviel Spiel. Hauptgrund ist das Kardangelenk zur Ansteuerung der senkrechten Schaltwelle. Dieses ist minderwertig verarbeitet/ gefertigt ( weicher Stahl) und ist nicht dauerhaft geschmiert( die lose Fettfüllung im Gleitbereich ist nicht ausreichend) und verschleisst deshalb zügig. Auch die Flansche der Verbindungselement zu dieser Welle verschleissen/ lösen sich und drehen auf der Welle- daher erhöht sich das Links-Rechts Spiel vorne am Schalthebel. Es gibt noch mehr Möglichkeiten Im Getriebe warum dein Wagen sich nicht schalten lässt, suche bitte erst der Reihe nach in der Peripherie :wink:
Gruss Crack

Michael W.
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Re: Haflinger 703/2 AP

Beitrag von Michael W. » So Jan 21, 2018 11:47

Hallo
Nun bin ich soweit und habe mal alles durchgespielt. Danke erst mal an alle, für die guten Tipps, besonders an "Crack" für die ausführliche Beschreibung. Es hat zwar viel Nerven und Zeit gekostet, aber das Ergebnis ist erst mal O.K.
Schalthebel ausgebaut ( Senkschrauben ausgebohrt ), dank eines inzwischen guten bekannten, hatte ich 2 Stück als Muster / Einbauversuch zur Verfügung ( danke nochmal Richtung Stuttgart ). Rasterhorn, Druckfeder neu gereinigt gefettet und die untere Buchse + Schraube erneuert. Kardangelenk das Spiel etwas genommen und die Buchse von der senkrechten Schaltwelle im Getriebeschacht erneuert. Diese habe ich allerdings mit zu geringem Spiel gefertigt und die Schaltung klemmte. Also mehrmals ausbauen und nachschleifen. Nun der Verdreh-Flansch. Ich habe mehrere Ausgleichscheiben angefertigt und von 1,5 - 6,5mm ausprobiert. Bei 5,2mm hatte ich das beste Ergebnis. Alle Gänge lassen sich nun gut schalten / einlegen. Es springt nun nur noch der Rückwärtsgang raus, allerdings muß ich ihn nicht mehr so stark festhalten wie davor.
Ich denke jetzt kann es nur noch am Getriebe liegen, an das ich mich aber nicht wirklich ran traue
Gruß Michael


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