Vielleicht-bald-Pinzi-Besitzer --- Dorotheum Versteigerungen ÖBH

Kaufberatung und Erfahrungen

Moderatoren: eniac, Robi

Benutzeravatar
PiT
Beiträge: 2
Registriert: Do Sep 21, 2017 11:16

Vielleicht-bald-Pinzi-Besitzer --- Dorotheum Versteigerungen ÖBH

Beitragvon PiT » Do Sep 21, 2017 20:08

Hallo zusammen,

bin neu im Forum (heute angemeldet und schon der erste Eintrag :D )
Mein Name ist Peter und ich komme aus dem schönen Kärnten.
Mich "packt" immer wieder zwischendurch ein "Pinzgauer-Fieber", wo ich nächtelang in Foren herumsurfe, die diversen Autoverkaufsbörsen abklappere, und immer wieder mit dem Gedanken spiele, mir einen anzuschaffen....

Zu meinem aktuellen Fuhrpark zählt ein G 460-300GD, den ich gerne um einen Pinzgauer erweitern möchte (oder ev. auch als "Ersatz" - hier sind die Verhandlungen mit der "Regierung" noch nicht abgeschlossen... :wink: )
Dabei bin ich jetzt in letzter Zeit wieder über die Dorotheum-Seite gestolpert, wo im Herbst/Winter jetzt ja einige Versteigerungen angesetzt sind: daher würde ich gerne ein paar Fragen an die Experten hier im Forum loswerden:

- Am ehesten würde mir ein 710M zusagen (auch im Hinblick, dass der Pinzi dann als Berg-Alm-Wiesen-Fahrzeug eingesetzt werden soll - und das auch gerne mit offener Plane)
- Wie sind denn die Pinzis bei diesen Dorotheum-Versteigerungen vom ÖBH generell zu bewerten? Läuft man hier Gefahr eine "Leiche" zu erwerben, wo man erst etliches investieren/reparieren muss, bis man damit fahren kann?
- Oder kann man davon ausgehen, dass diese Fzge. alle das Rehab-Programm durchlaufen haben (und auf den aktuellen Dorotheum-Fotos ja tlw. wie neu lackiert aussehen) und dadurch eher weniger Probleme zu erwarten sind?
- Ich würde mal einen kritischen Rundherum-Blick machen (offensichtliche Roststellen, Überpinselungen, Undichtigkeiten) - gibts hier noch gewisse Schwachstellen, die man speziell beachten sollte? Wie zB beim G der Bereich um die Heckleuchten, Federbeinaufnahmen hinten, usw...
- Wie siehts denn mit dem Preisniveau aus? Aktuell gehen die 710M ja zwischen € 11.000,- bis € 14.000,- (inkl. der 22% Käufergebühr) weg, sind diese Preise gerechtfertigt?

Bzgl. "Schrauben" habe ich keine Ängste, habe bei meinem G von Karosserie-Einschweißen über Bremsenservice, Einspritzdüsen, Service, ... eigentlich schon fast alle Ecken mal von innen gesehen :)

Freu´mich schon auf eure Rückmeldungen!

LG,
Peter
Noch-nicht-Pinzi-Inhaber-aber-vielleicht-bald
Dafür einen G 460-300GD Bj. 80 zuhause...


Benutzeravatar
Gregorix
Beiträge: 885
Registriert: Do Apr 20, 2006 5:32
Wohnort: Wien
Kontaktdaten:

Re: Vielleicht-bald-Pinzi-Besitzer --- Dorotheum Versteigerungen ÖBH

Beitragvon Gregorix » Fr Sep 22, 2017 8:28

Hallo..

zu den Roststellen beim Pinzi gibts im Forum schon jede Menge treats..

Die Wesentlichsten: Radkästen oberhalb der Räder bei den U Blechen, Fußraumwanne, Unterkante des PLateaus.
Mechanisch kann man beim Pinzi alles relativ einfach reparieren.
Am ehesten würde ich auf die Differentiale schauen, die sind die kompliziertesten Bauteile am Auto...


LG
Gregorix / Old Shatterhand.(c. Lorenz)
Warum nur einen Pinzi, wenn man um´s doppelte Geld auch zwei haben kann...

www.geoserve.co.at
www.teamsaurer.com

Benutzeravatar
MEPH
Beiträge: 233
Registriert: Di Feb 16, 2016 10:38
Wohnort: Gmunden, Wien & Andau

Re: Vielleicht-bald-Pinzi-Besitzer --- Dorotheum Versteigerungen ÖBH

Beitragvon MEPH » Fr Sep 22, 2017 8:51

Die Dorotheum Pinzen sind hier schon oft diskutiert worden- benütze mal die Suche, da wirst Du einiges finden.

Ich persönlich halte wenig von den Pinzgauern beim Dorotheum.
Die meisten sind optisch aufgehübscht und nur in Einzelfällen verlassen sie nach der Versteigerung aus eigener Kraft den Hof.
Hab mir das ein paar Mal angesehen.
Hat für mich leider sehr den Charakter von "Katze im Sack kaufen".

Preislich sind die Fahrzeuge auch nicht wirklich attraktiv wenn man bedenkt, dass diese noch typisiert werden müssen und bei den Ms dafür noch ein paar Umbauten notwendig sind.

Ich würde also ganz klar empfehlen lieber mit etwas Geduld auf den Gebrauchtwagenbörsen nach einem passenden zu finden, den man dann auch probefahren kann und der dann auch schon typisiert ist.

LG, M.
Was nicht geht wird geschoben.

Blackypinzi
Beiträge: 1362
Registriert: Sa Sep 17, 2005 22:52

Re: Vielleicht-bald-Pinzi-Besitzer --- Dorotheum Versteigerungen ÖBH

Beitragvon Blackypinzi » Fr Sep 22, 2017 10:47

Rost eher weniger

der Oberflächenrost ist eh nicht zu sehen weil nur frisch lackierte Fahrzeuge verkauft werden.
Wartungsarbeiten sind sicher auch zu erledigen die Fahrzeuge stehen ja nun schon geraume Zeit.

Was mich immer wundert warum das REHAB Programm immer wieder als so bedeutungsvoll angeführt wird.

Ausser dem Einbau ein paar netter Goodies wie der Intervallschaltung /Rücklicht ist diese Überholung 20 Jahre her

seitdem haben die Fahrzeuge ja auch wieder viel mitgemacht und haben in den letzten 20 Jahren einhergehend mit dem Rückbau der ÖBH Werkstätten auch nicht mehr den besten Service genossen

und Du kannst vor Ort die Fahrzeug nur von aussen betrachten ,Probefahrt ,Motorlauf,Geräusche vom Antriebsstrang anhören geht ja nicht
insofern immer ein Überraschungspaket

Benutzeravatar
PiT
Beiträge: 2
Registriert: Do Sep 21, 2017 11:16

Re: Vielleicht-bald-Pinzi-Besitzer --- Dorotheum Versteigerungen ÖBH

Beitragvon PiT » Fr Sep 22, 2017 12:18

Hallo zusammen,

danke für die Infos - das geht ja richtig flott hier!

Bzgl. dem "Katze-im-Sack" kaufen habe ich auch ein bisschen Sorge.... kein Motor starten, keine Probefahrt, usw. spricht natürlich tendenziell gegen den Kauf bei einer Auktion...

Karosseriearbeiten / Rost sehe ich auch weniger kritisch als alles was bei den Antriebskomponenten im Argen sein könnte....

LG,
Peter
Noch-nicht-Pinzi-Inhaber-aber-vielleicht-bald
Dafür einen G 460-300GD Bj. 80 zuhause...


Benutzeravatar
Gregorix
Beiträge: 885
Registriert: Do Apr 20, 2006 5:32
Wohnort: Wien
Kontaktdaten:

Re: Vielleicht-bald-Pinzi-Besitzer --- Dorotheum Versteigerungen ÖBH

Beitragvon Gregorix » Mo Sep 25, 2017 8:46

Ich halte schon den Rost für das größte Problem, und das kann man auch im Stand beurteilen.
Mechanisch ist er Pinzgauer ungefähr wie Lego, man kann mit ein bischen Talent wirklich alles zu Hause in der Garge reparieren und das meist auch zu recht vernünftigen Kosten.
Als einzige Ausnahme davon würde ich das Differential sehen, dass erfordert dann doch tieferschürfendere Kenntnisse und Spezialwerkzeuge.

So gesehen kann man das mit der Katze im Sack etwas relativieren. Bei einem 40 Jahre alten Auto ist es sowieso immer ein bischen Glücksache, ob man einfach kauft und die nächsten Jahre fährt, oder erst eine paar größere und kleinere Reparaturen machen muss.
Was aber stimmt ist, dass die Preise bei den Versteigerungen oft unverständlich hoch rauf gehen.
Gregorix / Old Shatterhand.(c. Lorenz)
Warum nur einen Pinzi, wenn man um´s doppelte Geld auch zwei haben kann...

www.geoserve.co.at
www.teamsaurer.com

Benutzeravatar
h@nnes
Beiträge: 574
Registriert: So Mai 06, 2012 15:27
Wohnort: Triestingtal

Re: Vielleicht-bald-Pinzi-Besitzer --- Dorotheum Versteigerungen ÖBH

Beitragvon h@nnes » Di Sep 26, 2017 20:38

Hallo Peter ..willkommen im Forum!

An deiner Stelle würde ich zu einer der nächsten Versteigerungen einfach mal hinfahren und mir das anschauen. Auch wenn du nicht kaufst so kannst du dir mal vorort die Pinzis ansehen und der anschließende Rummel bei der Versteigerung ist auch ein Erlebnis. Es gibt auch einige Händler wo du dir Pinzis anschauen und probefahren kannst wie z.B: Firma S-TEC in Albersdorf, CAMO in Himberg, Windisch Michael in Hengsberg.

Wünsche dir viel Erfolg bei deiner Suche!
Beste Grüße
Hannes

Benutzeravatar
Johannes89
Beiträge: 52
Registriert: Fr Jun 18, 2010 21:04
Wohnort: wien

Re: Vielleicht-bald-Pinzi-Besitzer --- Dorotheum Versteigerungen ÖBH

Beitragvon Johannes89 » Mi Sep 27, 2017 7:01

Ich meld mich auch mal zu Wort, ich hab mir ja einen ersteigert.

Grundsätzlich kann man sich die Fahrzeuge nur von Außen anschauen, und man muss halt gut schauen ob sie irgendwo siffen, oder an Stellen des Zentralrohrs oder der Antriebe rosten. Meiner Meinung nach kann man auch gut anhand der Verbeulung auf der Ladefläche sehen (egal ob neu lackiert oder nicht) wie viel die im "Einsatz" waren.

Die Preise sind heuer übers Frühjahr und Sommer wieder deutlich gestiegen, meiner war da noch einer der günstigsten für den Zustand heuer.

Was man aber wirklich bedenken muss ist die Logistik danach:

1. Auto termingerecht abholen -
1.a Blaue Kennzeichen dafür, dann Frage nach Starten, Fahrfähigkeit und Betriebssicherheit
1.b: Anhänger - fürn Pinzgauer nicht ganz soo leicht
1.c. Firma die ihn holt: eventuelle Kosten

2.
Service & Überholung

3.
Pickerl machen lassen
Wieder blaue Kennzeichen oder anderer Transport

4.
Zur Typisierung fahren:
Ich hab 6 Wochen (!!) auf einen Termin gewartet
Wieder blaues Taferl
Zur Typisierung an sich gibts hier im Forum Romane - ich kann nur Brunn a.d. Wild empfehlen, die waren top

4a. Wenn man die hinteren Bänke eingetragen will zusätzliche Umbauaarbeiten (Fotos und Unterlagen kann ich dir geben, falls es soweit ist)


5. Kennzeichen holen und sich freuen.


Also der einfacherer Weg ist sicherlich einen Pinz von jemanden kaufen - egal ob Händler oder Privat.

Der "leidenschaftlichere" Weg, für Personen mit Zeit, ist das Dorotheum - obwohl in Summe die Vorteile von Privat und Händler überwiegen

Lg und hoffentlich findest du einen Pinz der gut zu dir passt !

ThomasG
Beiträge: 97
Registriert: Do Sep 24, 2015 19:49
Wohnort: Kirchberg i.T.

Re: Vielleicht-bald-Pinzi-Besitzer --- Dorotheum Versteigerungen ÖBH

Beitragvon ThomasG » So Okt 01, 2017 16:15

Nächste Dorotheum Pinzgauer Auktion
22.10.2017 - 13:00

Classic Expo Salzburg/Messezentrum
:D



Zurück zu „Anschaffung“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast