Kurzvorstellung

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Jan
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Kurzvorstellung

Beitrag von Jan » Do Sep 01, 2016 22:18

Werte Gemeinde,
ich heiße Jan, wohne im nördlichen Teil Bayerns und komme eigentlich aus der britischen Geländewagenecke, bin aber mittlerweile beim 230 G Puch gelandet. Ein schönes Auto, aber leider zum Schlafen zu kurz. Dafür hat er mir die Furcht vor durstigen Benzinern genommen, was ein Grund war, warum ich immer vor den Pinzgauern gescheut habe. Nun mußte ich feststellen, daß der 710er nicht nur Platz zum Schlafen bietet, sondern im Vergleich zum G auch kürzer, wendiger, geländegängiger und frei von Elektronik ist. Deswegen bin ich nun ernsthaft auf der Suche, allerdings gibt es bei den angebotenen Pinzgauern auch viel Licht und Schatten. Mal sehen... Ich danke dem Forum auf jeden Fall schon jetzt für die geballte Information zum Thema 710!


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MEPH
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Re: Kurzvorstellung

Beitrag von MEPH » Fr Sep 02, 2016 8:18

Hallo Jan und willkommen im Forum!

Hier wird Dir sicher geholfen.
Die erste Frage die wir klären sollten ist: 710M oder 710K?
Und die nächste: Kannst Du selbst schrauben und basteln oder stellst Du deine Fahrzeuge lieber in die Werkstatt?
Daraus folgt dann die Frage nach dem Budget... :wink:

LG, M.
Was nicht geht wird geschoben.

Jan
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Re: Kurzvorstellung

Beitrag von Jan » Fr Sep 02, 2016 23:11

Danke, MEPH...

Nun, als langjähriger Land Rover Fahrer bin ich Kummer gewöhnt und bin weniger durch meine Ausbildung als vielmehr durch meine Erziehung in der Lage, einfach strukturierte Autos zu zerlegen. Sachen auszuwechseln oder deren Funktionsweise zu ergründen, bekomme ich hin. Schweißen habe ich mal beim THW gelernt, da bin ich aber über die Ebene des Notbehelfs nicht hinausgekommen. Macht auch nichts, der lokale Dorfschmied kann das recht gut und übernimmt gegen Bares Aufträge. Auch speziellere Motorinstandsetzung wie Zylinder hohnen oder Wellen einschleifen sind über meinem Niveau, für solche Sachen muß ich dann auf gewerbliche Hilfe zurückgreifen. Getriebe ausbauen, Bremsen zerlegen und Beläge wechseln, das krieg ich hin. Wobei ich auch anmerken muß, daß ich solche Tätigkeiten nicht liebe, und deswegen keine Totalrestauration suche. Dafür habe ich aufgrund anderer Hobbies einfach keine Zeit und Lust. Gepflegte Dinge am Laufen zu halten, das ist in Ordnung. Meine Ländis waren alle Diesel, an den Puch-Benziner muß ich mich rantasten, aber das sollte mit einem guten Werkstatthandbuch gehen. Zur Not frage ich meinen Vater, der ist mit luftgekühlten Porsche- und Käfermotoren samt Doppelvergasern groß geworden.

Bei der Versionsfrage würde ich am liebsten mit "Beide" antworten. Tatsächlich tendiere ich aber eher zum K, aufgrund seines festen Aufbaus und der fünf Türen. Ich sehe es an meinem Puch G: Die Plane altert, ist sauteuer und wenn ein toleranter Mitbürger der heutigen Gesellschaft mit Messer oder Sprühdose kommt und seiner weltoffenen, anti-militaristischen Lebensweise freien Lauf läßt, habe ich das finanzielle Nachsehen. Ich möchte den Pinz zum Ziehen von Anhängern, zum Transportieren von Sachen auf Feld und Flur nutzen, aber auch im Urlaub als rustikales Wohnmobil ohne Vollausbau. Der Hauptgrund für den K sind aber die hinteren Seitentüren. Wenn ich die Hecktüre vom G öffne und mir vorstelle, daß der 710er nicht nur höher, sondern auch eine längere Ladefläche bietet, aber in der M-Version auch nur den einen Eingang über das Heck hat, dann muß ich wegen jedem Trumm außerhalb der Armreichweite aufentern und in dem großen "Schlauch" suchen gehen. Das würde beim Einsatz als Wohnmobil und als Materialtransporter nur nerven. Mit den hinteren Seitentüren kann ich die Armreichweite erhöhen...

Momentan stehe ich mit "Jürgen und Rolf" in Verbindung, weil mich sein Angebot schon sehr lockt. Jetzt brauche ich nur die Zeit, um einen Kurzurlaub in Holland zu verbringen... :D

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fuerni
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Re: Kurzvorstellung

Beitrag von fuerni » Sa Sep 03, 2016 0:53

Hallo Jan,
Ein herzliches Willkommen im Club der Pinzgauer Verehrer. :) So viel du uns da mitteilst wäre in deinem Fall tatsächlich ein K- Modell das beste für dich.
Zum Schlafen meiner Meinung nach sicher besser als der M, aber mit mehr Umbauaufwand verbunden, aber da können dir sicher unsere Globetrotter besser helfen als ich.
Zur AHK: Da wäre es hilfreich zu wissen aus welchem Land du kommst, an welche Tonnage du zu ziehen denkst und evt. was du unter Feld und Flur verstehst? Feldwege, holprige
Passagen etc., nicht dass dein Abenteuer sonst von jeglichen Behördenwegen scheitert. Von mir aus kann ich dir nur empfehlen, dass du Geduld beweist und auf das richtige
Fahrzeug wartest. Oft machen 1-2K€ einen großen Unterschied aus in der Substanz. Der Pinzgauer ist relativ einfach zu warten und wenn du schon einige Erfahrung bezüglich alten Autos
hast, dann dürfte das für dich nicht ein sonderliches Problem sein. Rep Anleitung etc bekommst du hier im Forum.
LG Martin

Jan
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Re: Kurzvorstellung

Beitrag von Jan » Sa Sep 03, 2016 23:33

Danke, Martin...

Ich stamme aus der Bananenrepublik Deutschland... :lol:

Hier im Forum habe ich gelesen, daß der TÜV desöfteren nur 2 to Anhängelast einträgt. Das wäre das Minimum um Pferdeanhänger und Anh 87 bewegen zu dürfen. Mehr wäre besser, damit auch der 3,1 to Landwirtschaftsanhänger legal gezogen werden darf. Mit "Feld und Flur" meine ich das Gelände vor der Haustür: Wiesen, Acker, Feld- und Waldwege, Rückewege, Wald. Wobei die größte Herausforderung die Übergänge z.B. vom Rückeweg auf einen Waldweg sind, wenn dazwischen noch ein Graben liegt, der Boden matschig ist und ein voll mit Holz beladener 2-Achs-Anhänger hinten dran hängt. Aber das sollte aufgrund der größeren Räder und der Portalachsen mit dem Pinzgauer besser als mit dem G funktionieren...

Einen Komplettausbau für die Weltumrundung strebe ich nicht an. Erstens entwickeln sich Ideen weiter und es würde am Wagen ständig gebohrt werden, zweitens bin ich ein großer Freund von universeller Nutzbarkeit. Das bedeutet, eine Möglichkeit eine Krankentrage einzuhängen, ein kleiner Kochwürfel mit Wasser und Gasbrenner, der im Pinzgauer verzurrt wird, und ein bequemer Lesestuhl, fertig wäre mein "Wohnmobil". Autos wechseln ja auch ihre Besitzer und ich persönlich finde es unschön, wenn der Eine Löcher für seine riesigen Lautsprecher sägt, der Andere den Innenraum mit Teppich beklebt und der Dritte den DVD-Spieler in ein historisches Fahrzeug einpflanzt. Es muß nicht alles im Auslieferungszustand sein, es dürfen gerne sinnvolle Verbesserungen getätigt werden, aber bitte nachhaltig mit Sinn und Verstand...


Wie sieht es denn mit der Ersatzteillage aus? Sind die Teile bezahlbar?


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Karlheinz
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Re: Kurzvorstellung

Beitrag von Karlheinz » Mi Sep 07, 2016 16:33

Hallo Jan

Herzlich Willkommen hier im Forum und viel Erfolg bei deiner Suche
nach deinem Traummobil.

gruss Karlheinz
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exilfranke
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Re: Kurzvorstellung

Beitrag von exilfranke » Fr Sep 09, 2016 7:46

Wenn Hängerziehen über 2t gerfragt ist, möchtest Du auf jeden Fall nach 3 Achsen gucken. Mit dem 2-Achser und dem Motor vorne mag manch ein Tüvler das eintragen, die Gefährlichkeit des Unterfangens ändert sich dabei nicht. Der 3-Achser ist am Popo schwer genug, dass ihn der Hänger nicht wegdrückt. Der 2-Achser Benziner in leer mit Hänger braucht nen Waffenschein. 2-Achser Diesel ist besser, weil Niveauregulierung eingebaut.

Kupplungen und dazu passende Endstücke des Zentralrohrs usw. sind einen kleine Wissenschaft. Die privaten Händler hier haben das mehr oder weniger perfekt ausgetüftelt und helfen Dir gern.

Bezüglich Ausbauzustand gibt es viele Tierchen mit vielen Pläsierchen, das ist wie bei den Ex-MOD-Englischen Patienten. Musst halt schauen.

Meine sausteige steht hier in der (zugegeben spiessigen) Schwabenmetropole auf der Strasse. Hatte noch keinen toleranten Freund, der mit Dose vorbeikam, zum Glück. Der englische Kumpel nebenan (Series Ambulance) wurde von seinem Besitzer in Kuhfleck getarnt. Glaube aber nicht, dass das was nutzt, die beiden bilden den Vorstand des Club der rattigsten Karren in Benztown auf der Straße, Kuhfleck / Olivgrün hin oder her.

Die Plane ist halt im Wald schon erheblich praktischer.

Viel Glück bei der Suche

Jan
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Re: Kurzvorstellung

Beitrag von Jan » So Sep 11, 2016 22:33

Dank' an den Frank'! Witzigerweise bin ich ja Exilbayer im Frankenland...

Also vorweg: Die Suche hat ein Ende! Rolf hat mir netterweise seinen 710K verkauft und ich denke, einen Besseren hätte ich für den Preis nicht finden können.

Hänger ziehen:
Die Firma Gut bietet Adapterplatten an, mit denen bis 3,5 to gezogen werden darf, klappt das eintragungstechnisch? Warum ist das Ziehen eines auflaufgebremsten Anhängers so gefährlich? Es ist mir klar, daß ein Zugfahrzeug grundsätzlich für den stabilen Zug ordentlich Gewicht mitbringen soll, aber ist das unbelastete Heck wirklich so ausbrechfreudig? Gut, ich transportiere in der Regel mit schweren Anhängern eher leichte Sachen, z.B. mit dem 3,1 to Zweichachser Heu, der hat während der Nutzung sicher keine 3 to Gesamtgewicht...

Warum ist die Plane im Wald praktischer? Weil es keine Kratzer gibt? Weil sie entfernt werden kann? Die Abmessungen sind doch sicher die gleichen...


Auf jeden Fall freu ich mich schon sakrisch aufs Abholen der Karre... Sausteige ist auch ein schönes Wort, quasi das Gegenstück zum "Antichristen" der Landy-Szene... :D

Norbert Palme
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Re: Kurzvorstellung

Beitrag von Norbert Palme » So Sep 11, 2016 23:36

Wenn das Zugfahrzeug auf der Hinterachse zu leicht ist, oder der Anhänger durch falsche Beladung eine negative Stützlast hat, dann hebts bei Bodenwellen das Heck vom Zugfahrzeug aus und es ist nicht mehr geführt. Stützlast immer mindestens das, was auf der Dichsel draufsteht. Wenns mehr ist, eher egal. Belade mal deinen Hänger mit negativer Stützlast (also Deichsel steigt von selbst) und fahre vorsichtig ein paar Meter. Dann merkst du es sofort. Und der 2- Achs- Pinzi ist halt hinten nicht schwer...


Bei der Sausteige ist es interessant, woher dieser eher diffarmierende Name kommt: Eine Sausteige ist auf steirisch ein Transportgestell oder ein heruntergekommener Anhänger, mit dem Tiere zum Metzger transportiert werden. Im Übertragenen Sinne ein schlechtes Auto.
Es ergab sich für das Sausteign-Steuergerät die Möglichkeit bei einer Wüstenexpedition teilzunehmen, mit einem fremden Auto in gutem Zustand. Doch das wollte er nicht, denn falls was kaputt geht, ist es doch gleich doof. Lieber wollte er mit einem eigenen Fahrzeug fahren.
Dieses Fahrzeug fand sich dann in einem Pinzi 710M, Bj. 71, das eigentlich für diese Reise nur als Ersatzteilträger mitgenommen werden sollte. Also für den Pinz ein Arschloch-Job.
Das Steuergerät konnte ihn erwerben und mit einer schnellen Akut-Kur wurde er technisch fit gemacht. Rostig war er trotzdem. Jetzt tat sich für den Eigner noch das Thema auf, einen geigneten Beifahrer/ Fahrer zu bekommen.
Diesen fand er in einem steirischen LKW bzw. Baggerfahrer mit der Qualifikation zum Wurstgriller.
Als der den rostigen 71er- Pinz zum ersten Mal sah, stellte er die Frage: "...Wos, mit DER Sausteign soll i in die Wüste?..."
Die Sausteige war eines der schnellsten und zuverlässigsten Fahrzeuge bei dieser Expedition und ist seit Ende 2015 auch nicht mehr rostig, weil sie eine neue Plattform hat.
Am schnellsten geht das, was am längsten dauert.

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Karlheinz
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Re: Kurzvorstellung

Beitrag von Karlheinz » Mo Sep 12, 2016 10:26

Norbert Palme hat geschrieben:Wenn das Zugfahrzeug auf der Hinterachse zu leicht ist, oder der Anhänger durch falsche Beladung eine negative Stützlast hat, dann hebts bei Bodenwellen das Heck vom Zugfahrzeug aus und es ist nicht mehr geführt. Stützlast immer mindestens das, was auf der Dichsel draufsteht. Wenns mehr ist, eher egal. Belade mal deinen Hänger mit negativer Stützlast (also Deichsel steigt von selbst) und fahre vorsichtig ein paar Meter. Dann merkst du es sofort. Und der 2- Achs- Pinzi ist halt hinten nicht schwer...


Bei der Sausteige ist es interessant, woher dieser eher diffarmierende Name kommt: Eine Sausteige ist auf steirisch ein Transportgestell oder ein heruntergekommener Anhänger, mit dem Tiere zum Metzger transportiert werden. Im Übertragenen Sinne ein schlechtes Auto.
Es ergab sich für das Sausteign-Steuergerät die Möglichkeit bei einer Wüstenexpedition teilzunehmen, mit einem fremden Auto in gutem Zustand. Doch das wollte er nicht, denn falls was kaputt geht, ist es doch gleich doof. Lieber wollte er mit einem eigenen Fahrzeug fahren.
Dieses Fahrzeug fand sich dann in einem Pinzi 710M, Bj. 71, das eigentlich für diese Reise nur als Ersatzteilträger mitgenommen werden sollte. Also für den Pinz ein Arschloch-Job.
Das Steuergerät konnte ihn erwerben und mit einer schnellen Akut-Kur wurde er technisch fit gemacht. Rostig war er trotzdem. Jetzt tat sich für den Eigner noch das Thema auf, einen geigneten Beifahrer/ Fahrer zu bekommen.
Diesen fand er in einem steirischen LKW bzw. Baggerfahrer mit der Qualifikation zum Wurstgriller.
Als der den rostigen 71er- Pinz zum ersten Mal sah, stellte er die Frage: "...Wos, mit DER Sausteign soll i in die Wüste?..."
Die Sausteige war eines der schnellsten und zuverlässigsten Fahrzeuge bei dieser Expedition und ist seit Ende 2015 auch nicht mehr rostig, weil sie eine neue Plattform hat.

Hallo Norbert

Was du doch so alles weisst. Danke für die Erläuterung.

Erkläre doch auch noch warum der Schnuffi denn Schnuffi heisst.

Gruss Karlheinz
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Re: Kurzvorstellung

Beitrag von ncc1701 » Mo Sep 12, 2016 10:40

Hallo Jan,

ich habe vor 4 Wochen eine 3,5 Tonnen Anhängerkupplung vom Gut gekauft und abgeholt.
Dabei ist aber zu beachten, dass das hintere Endstück eine bestimmtes sein muss. Nur mit dem Teil aus Guss kann man die 3,5 Tonnen eintragen lassen. Ich musste das passende dazu kaufen. Die nötigen Papiere und eine Einbauanleitung mit guten Tipps gibts beim Kauf dazu. Einbau ging ganz gut und einfach von sich.

Meine Eintragung hab ich noch nicht gemacht, mir fehlt momentan die Zeit.
Mal schauen ob es irgend wie möglich ist mehr als nur eine Rangierkupplung aus dem Militärhacken eintragen zu lassen. Immerhin kann man in der Schweiz 3,5 Tonnen am Militärhacken ziehen. Mal schauen ob sich ein Prüfer finden lässt der das so ein auch DE einträgt. Dann kann man auch mit dem Traktoranhänger auf die Strasse.

Zum Thema Hänger und Zugfahrzeug, ein Kollege von mir musst ein Kundenfahrzeug auf dem Hänger in die Werkstatt bringen. Weils schnell gehen musste und das Auto blöd da stand, hat Er es für die paar Kilometer mit dem Motor nach hinten auf den Hänger gestellt. Nach der 4ten Kurve musste Er sich keine Sorgen mehr um das Problem am Kundenauto machen, denn sein Gespann lag mit Totalschauen am Zugfahrzeug (Mercedes G) und Totalschaden Kundenfahrzeug im Strassengraben. Das aushebeln des Zugfahrzeugs bekommt man auch mit einem "schweren" Heck hin, wenn man mit Hänger fährt sollten man schon wissen was man tut. Den Pinz würde ich nie umbeladen mit einem schweren Hänger fahren. Im Wald fehlt dabei sowieso der Grip, ausserdem wenn in Wald zum Holzholen fährst, spricht ja nix dagegen auch ein bissel Holz in den Pinz zu laden. Bei meinem 710er mit den neuen Boardwänden kann ich ohne ordentlich zu stapeln 2 Ster 33er raufwerfen. Das schaut nicht mal gross oben raus.

Gruss Toni

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Re: Kurzvorstellung

Beitrag von M38A1 » Mo Sep 12, 2016 12:33

Hallo Toni,

wenn Du Traktor Anhänger ziehen willst dann hol dir für ein paar Kröten (habe CHF 80,00 bezahlt) eine automatische kleine Rockinger (drehbar !) und mach die hin. Die Schweizer Kupplung ist nur für die schweizer Militäranhänger mit Zugöse OK und das ist bei meinem auch im Fahrzeugschein so vermerkt.
Traktoranhänger sind natürlich auch noch aus 2 anderen Gründen problematisch ... die Einachser haben zu viel Stützlast und natürlich geht hinter dem Pinzi Deine 25er Zulassung flöten und Du brauchst ein Kennzeichen / Versicherung usw. sobald Du auf Strassen oder öffentlichen Wegen im Wald unterwegs bist.

Grüssle Micha

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Lorenz
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Re: Kurzvorstellung

Beitrag von Lorenz » Mo Sep 12, 2016 15:24

@ Micha
Hast Du mal ein Bild/ Teilenummer von der kleinen, drehbaren Rockinger?
Was für einen Bolzendurchmesser hast Du genommen?

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Re: Kurzvorstellung

Beitrag von M38A1 » Mo Sep 12, 2016 16:06

Hi Lorenz,

ich habe das Ding am Traktor und nicht am Pinzi - mein Pinzi zieht mit dem Schweizer Haken einen Jeep Anhänger und mein Schweizer Haken ist mit 3,5t eingetragen ...
Wichtig ist eben, die Schweizer Anhänger haben eine drehbare Zugöse ... die Europäischen haben das nicht - dort ist die Öse fest.
Dementsprechend bietet Rockinger starre und drehbare Kupplungen an und Du musst entscheiden was Du brauchst. Wenn eben der Hänger kippt sollte er ja Dein Auto nicht gerade mit reissen.

Rockinger bietet verschiedene Lochabstände an ... meine passt also vermutlich nicht für den Pinzi - Traktor-Size eben.

Bolzendurchmesser gibt es 40 oder 50 mm wobei 50mm praktisch nur bei LKW's und den ganz schweren Traktoren vorkommt. Alles unter 8 Tonnen hat idR. 40mm. Rockinger hat auch Natoösen und sogar speziell welche für Schweizer Anhänger (wieder drehbar und starr) damit man die sogar regulär an ein modernes Auto anhängen könnte - inkl. Typenschild und Eintragung.

Warum nicht einfach eine Traktor Kupplung ist auch schnell erklärt ... über 25 Km/h sind nur noch automatische Kupplungen erlaubt. Solche mit manuellem Steckbolzen dürfen nicht mehr verwendet werden - nur noch zum abschleppen und bergen.

Ich guck heute Abend mal nach Bildern und schick die noch nach wenn ich welche habe ...

Grüssle Micha

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Lorenz
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Re: Kurzvorstellung

Beitrag von Lorenz » Mo Sep 12, 2016 17:29

Servus Micha,

mich hätte nur die drehbare Rockinger für den Pinzi interessiert. Traktor und LKW ist wieder etwas anderes.
Die kleine, drehbare Nato Rockinger die auch oft auf der Vario Bloc ist, kenne ich natürlich.
Ist aber sehr lang nach hinten, der Dinger :-)

Gruß

Lorenz

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Re: Kurzvorstellung

Beitrag von exilfranke » Mo Sep 12, 2016 19:15

Jan:
Pinzgauer hat das Problem, dass Motor vorne knapp hinter der Achse plus 200 kg Wassersack-Steuergerät exakt AUF der Achse. Das hilft alles nicht zum belasten der Hinterräder.

Also bitte auf Stützlast achten. Schweres zeug ganz nach hinten packen im Auto. Das hilft im übrigen auch beim Fahren ohne Hänger; wenn der 2-Achser hinten die Brücke macht, dann sollte man nicht allzu Flott die Kurven nehmen. 710K ist nicht so schlimm, da Blechaufbau schwer, dennoch solltest Du Vorsicht walten lassen.

Plane hinten ist halt praktisch. Plane auf, Säge raus, Hacke raus, Säge rein, Ketten raus usw.

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Re: Kurzvorstellung

Beitrag von M38A1 » Mo Sep 12, 2016 19:52

Stimmt schon ... die mit kleinem Lochraster haben das Drehteil hinten dran - die mit breitem Lochraster in der Platte.

Beim Pinzi würden die beiden passen ...

http://catalogues.jost-world.com/de/roc ... 40-mm.html
http://catalogues.jost-world.com/de/roc ... 40-mm.html

Grüssle Micha

Jan
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Re: Kurzvorstellung

Beitrag von Jan » Mo Sep 12, 2016 21:30

Uihh, jetzt geht's hier ab... Danke für die vielen Antworten!

Ok, die Gefahr beim Pinzgauer durch mangelnde Beladung des Zugfahrzeugs die Hinterachse auszuhebeln habe ich verstanden. Glücklicherweise ist meiner ja ein K geworden und hat schon ein wenig Last. Meine regulären Anhänger haben als Einachser 750 kg und 1,7 to zulGGew, der Pferdetandemachser 2to. Die Bulldoganhänger 3,1 to als Zweiachser und der Wasserwagen als Einachser geschätzte 1,5 to. Die beiden letzten ziehe ich nicht schneller als mit 20 km/h.

Micha, was jetzt kommt ist meine Interpretation der deutschen StVO und StVZO: Wenn der Fahrer den notwendigen Führerschein und das Zugfahrzeug samt Kupplung eine ausreichende Anhängelast aufweist, zusätzlich ein land- oder forstwirtschaftlicher Betrieb angemeldet ist, der Zweck der Fahrt auch eindeutig zu Betriebszwecken läuft und die 25 km/h nicht überschritten werden, darf ich die zulassungsfreien Anhänger ziehen.

Ich nutze zur Zeit am G eine Westfalia-Wechselkupplung, das ist die Variante für weniger begüterte Menschen. Dabei habe ich eine (automatische) Maulkupplung 40mm und einen Kugelkopf. Ich bin von der Einfachheit und dem Nutzen begeistert und würde natürlich gerne das System auch am Pinzgauer nutzen. Deswegen muß ich mal schauen, welches Endstück er hat und was für einen Maß die Grundplatte der Wechselkupplung haben muß. Auch eine wichtige Sache, die Rolf eingebracht hat, ob sich die Hecktür des K mit installierter Maulkupplung noch öffnen läßt. Ich prüfe... Die NATO-Kupplung kann ich eigentlich nicht brauchen. Ich weiß von Jeeps und Landys, die in Verbindung mit dem passenden Anhänger die Kupplung eintragen lassen konnten, aber wie sich das mit 40mm Zugösen verträgt, weiß ich nicht. Und die Automatik der Maulkupplung ist beim Arbeiten alleine auch eine gute Sache.

Exilfranke, aber das kann ich doch auch mit dem K machen: Seitentür auf, Säge und Spaltaxt rein. Andere Seitentür auf, Brotzeit raus. Hecktür auf, Holz rein. Mein G ist auf die Ladefläche bezogen quasi die kleine Version des M, alles was außerhalb der Armreichweite liegt ist nur durch Aufsteigen faßbar. Und das geht bei der hohen Ladekante des Pinzgauer sicher irgendwann auf die Nüsse. Da finde ich die Vorstellung von drei Türen zum Laderaum schöner. Aber das sind natürlich die Gedanken eines Menschen, dessen Erfahrung mit M und K bislang gegen Null geht...

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Re: Kurzvorstellung

Beitrag von M38A1 » Mo Sep 12, 2016 21:53

Micha, was jetzt kommt ist meine Interpretation der deutschen StVO und StVZO: Wenn der Fahrer den notwendigen Führerschein und das Zugfahrzeug samt Kupplung eine ausreichende Anhängelast aufweist, zusätzlich ein land- oder forstwirtschaftlicher Betrieb angemeldet ist, der Zweck der Fahrt auch eindeutig zu Betriebszwecken läuft und die 25 km/h nicht überschritten werden, darf ich die zulassungsfreien Anhänger ziehen.
Definitv NEIN ... das wurde schon vielfach und absolut eindeutig geklärt. Selbst wenn Du LoF Nutzung hast ist der Pinzgauer definitv keine Zugmaschine (lt. Typschlüssel) und zulassungsfreie 25 Km Anhänger dürfen nur hinter Zugmaschinen ... ob schwarzes oder grünes Kennzeichen ist dann nochmals eine andere Thematik ...

Siehe http://www.stvzo.de/stvzo/fzv/fzv_a1.htm - §3 Absatz 2 a sagt: ... zulassungsfrei sind ...
a) Anhänger in land- oder forstwirtschaftlichen Betrieben, wenn die Anhänger nur für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke verwendet und mit einer Geschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h hinter Zugmaschinen oder selbstfahrenden Arbeitsmaschinen mitgeführt werden,
Ich will's Dir nicht vermiesen aber meist sind die Strafen und möglichen Konsequenzen wie Verlust des Versicherungsschutzes nicht so lustig. Besorg Dir lieber einen grossen PKW Anhänger, der dann auch am Traktor verwendet werden darf ...

LG Micha

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Re: Kurzvorstellung

Beitrag von Jan » Mo Sep 12, 2016 22:41

Ok, jetzt hast Du es mir doch vermiest... :D

Dann muß das Haflingergespann öfter ran (die Pferde, nicht das Kfz). Und ich muß mich nach einem modernen Drehschemelanhänger umschauen, mit dem dürfte ich dann auch schneller fahren...


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